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Krise beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken

Symbolfoto.

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Wer verbirgt sich hinter der so genannten „Opposition“ beim 1. FC Saarbrücken , und welches – auch wirtschaftliches – Potenzial hat diese Gruppe? Fragen, die auch am dritten Tag der jüngsten FCS-Krise noch nicht vollständig beantwortet werden können. Sicher ist, dass sich der „blau-schwarze Gesprächskreis“ am Mittwoch getroffen hat. Sicher ist auch, dass neben Aufsichtsratsmitglied Horst Hinschberger auch Ex-Trainer Eugen Hach, der frühere Sportfive-Mitarbeiter Michael Haubrich sowie der ehemalige Fanbeauftragte Meiko Palm mit am Tisch gesessen haben. „Es muss wieder Ruhe in den Verein kommen. Das öffentliche Gepoltere muss aufhören. Es ist doch besser, das Gespräch zu suchen“, sagte Palm, der das Treffen bestätigte, über die Inhalte der Gespräche aber nichts sagen wollte.

Auch Haubrich bestätigte, „neutral nach meiner Meinung gefragt“ worden zu sein. „Es ging darum, die Situation mit meiner Maketing-Expertise zu beurteilen“, sagte der Geschäftsführer von Radio Saarbrücken , der betont, nicht zu einer „Oppositionsgruppe“ zu gehören: „Ich bin seit meiner Zeit bei Sportfive am Verein dran und natürlich immer im Gespräch mit Menschen rund um den FCS.“

Schon mit seiner eigenwilligen Bewerbungsrede bei der vergangenen ordentlichen Mitgliederversammlung hatte Franz Abel für Aufsehen gesorgt. „Ich muss nicht unbedingt wieder in den Aufsichtsrat gewählt werden“, sagte der Anwalt damals. Am Mittwoch schockte er mit seiner Aussage „wenn ein Krebsgeschwür da ist, dann muss man es herausschneiden“ erneut. Abel bezog sich auf seine Aufsichtsratskollegen Hinschberger und Claude Burgard, die den Antrag einer Mitgliedergruppe zur Abwahl von Aufsichtsrat und Präsidium auch unterzeichnet haben.

„Nach 20 Jahren zumeist stiller Arbeit für diesen Verein war es einfach mal an der Zeit, in Absprache mit dem Präsidenten das Wort zu ergreifen“, sagte Abel gestern, „der Vergleich war plakativ, aber notwendig“. Der Fachanwalt für Insolvenzrecht hat sein Aufsichtsratsamt nicht niedergelegt und gedenkt auch vorläufig nicht, dies zu tun: „Ich sehe es als meine Aufgabe an, diese Geschichte im Rahmen der Satzung einer Lösung zuzuführen.“

Aufsichtsrat Egon Schmitt hat teilweise Verständnis für Abel: „Dass zwei aus unserem Kreis Kollegen zur Abwahl stellen wollen, hat keinen guten Eindruck gemacht. Dass es da zu Reaktionen kommt, war klar.“ Ob die Risse zu kitten sind, und ob Schmitt dies künftig als Aufsichtsratsvorsitzender selbst vorantreiben wird, ließ er offen: „Vorstellen kann man sich vieles. Alle Mitglieder bleiben offenbar im Amt, so dass es bei der nächsten Mitgliederversammlung nur eine Nachwahl für den ausgeschiedenen Michael Arnold geben wird.“

Die Frage nach einem möglichen Rückzug aus dem Gremium wollte Aufsichtsrat Florian Kern nicht öffentlich beantworten. Er sei „mit der Situation sehr unzufrieden, besonders weil alles einmal mehr über die Medien ausgetragen wird“. Aufsichtsrat Leo Petry weilt derzeit in Urlaub und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
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