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Krise trifft im Saarland vor allem junge Menschen

Saarbrücken. Die Wirtschaftskrise hat im Saarland bisher vor allem junge Menschen den Arbeitsplatz gekostet. Wie die Bundesagentur für Arbeit auf SZ-Anfrage mitteilte, nahm die Zahl der Arbeitslosen unter 30 Jahren zuletzt drastisch zu. Demnach waren im Juni 4152 Arbeitslose im Saarland 15 bis 24 Jahre alt. In dieser Altersgruppe gibt es damit jetzt 890 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Anstieg um 27,3 Prozent. Gleichzeitig sank nach Angaben der IHK Saarland die Zahl neuer Ausbildungsverträge um sechs Prozent. Ähnlich dramatisch ist die Lage bei den 25- bis 29-Jährigen. In dieser Altersgruppe gab es im Juni 5088 Arbeitslose im Saarland. Das sind 760 mehr als vor einem Jahr – ein Anstieg um 17,6 Prozent. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen hat sich dagegen binnen Jahresfrist nur um 7,6 Prozent auf zuletzt 38.945 erhöht.

Der Chef der Regionaldirektion für Arbeit, Otto-Werner Schade, sagte dazu der SZ: „Jüngere Leute sind in dieser frühen Rezessionsphase besonders stark vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen – was mich aber nicht unbedingt überrascht. Das hängt damit zusammen, dass zum einen die Übergänge von Ausbildung in Beschäftigung immer besonders risikobehaftet sind und zum anderen jüngere sehr viel mehr als ältere Arbeitnehmer nur befristete Arbeitsverträge haben.“ Diese Stellen bauten die Arbeitgeber in Krisenzeiten als erste ab. Hinzu kommt nach Aussage des Sprechers der Regionaldirektion, Albert Fuchs, dass es in der Vergangenheit Frühverrentungsprogramme und eine relativ lange Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld I gegeben habe, was seinerzeit den Arbeitsplatz-Abbau bei Älteren begünstigt habe. Das sei heute nicht mehr der Fall.
Norbert Freund (SZ)
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