Saarland: Saarbrücken-St.Johann, Dudweilerstraße/B 41, Unfall in Höhe Einmündung Meerwiesertalweg/L252, Vollsperrung der Richtungsfahrbahn in Richtung BAB 623, Umleitung über die Brauerstraße, Stau (14:00)

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Kritik am neuen Saarbrücker Busbahnhof: Zu nah am Streaßenstrich?

Künftig werden alle Fern- und Reisebusse am neuen Terminal in der Dudweiler Straße halten.

Künftig werden alle Fern- und Reisebusse am neuen Terminal in der Dudweiler Straße halten.

Bislang gab es in der saarländischen Landeshauptstadt keinen zentralen Busbahnhof. Internationale Linien mussten am entlegenen Hauptfriedhof halten, nationale Fernbusse und Reisebusse in der Roonstraße in Alt-Saarbrücken. Das wird sich nun ändern. Am Donnerstag eröffnet Oberbürgermeisterin Charlotte Britz gemeinsam mit Wirtschafts- Staatssekretär Jürgen Barke (beide SPD) das neue zentrale Busterminal auf dem ehemaligen Hela-Parkplatz in der Dudweiler Straße. Im vergangenen Jahr hatte die Verlegung des Busbahnhofs für heftige Kritik gesorgt. Fernbus- Anbieter hatten beklagt, dass das neue Terminal sich direkt neben dem Straßenstrich befindet. Nahe der Einfahrt stehen zudem zwei Container des Drogenhilfezentrums-Projekts „Le Trottoir“. Dort können drogenabhängige Prostituierte unter anderem Sex-Geschäfte mit Freiern anbahnen.

Stadt-Pressesprecher Thomas Blug beteuert jedoch, dass zwischen den Containern und der Einfahrt „ein neuer Sichtschutz“ angebracht werde. Die Stadtverwaltung hofft, dass das neue Busterminal die touristische Attraktivität Saarbrückens steigern wird. Der Bustourismus stelle für Städte und Gemeinden einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar, heißt es von Seiten der Stadt. Britz betont, die Landeshauptstadt habe in puncto Städtetourismus und bei der Zahl der Übernachtungen „spürbar zugelegt“. „Diesen positiven Trend wollen wir auch mit dem Angebot eines Busterminals verstärken“, sagt Britz.

Auch Wolfgang Kerkhoff, Sprecher des Wirtschaftsministeriums, wertet das Busterminal „als sinnvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Wachstumssegments Städtetourismus“. Gebaut ist der zentrale Busbahnhof für insgesamt 20 Busse. Sechs können gleichzeitig an den barrierefreien Haltestellen stoppen, weitere 14 können dort parken. „Neben zahlreichen internationalen Linien sind bereits heute drei zusätzliche nationale Anbieter in Saarbrücken aktiv. Mit der Errichtung des Terminals erwarten wir weitere Anbieter“, sagt Blug. Fahrziele sind unter anderem Berlin, München, Frankfurt und Freiburg. Im Zuge des ersten Bauabschnitts wurden Unterstände für die Fahrgäste, Beschilderungen für Fußwege, Fahrpläne, ein Stadtplan sowie Fahrradständer errichtet.

Vom neuen Terminal aus ließen sich der Hauptbahnhof und die Innenstadt gut zu Fuß erreichen, erklärt Blug. Außerdem befinde sich „in vertretbarer Entfernung“ eine Haltestelle der öffentlichen Stadtbusse. Und in unmittelbarer Nähe stünden Pkw-Parkplätze zur Verfügung. Ein Ausbau des Busterminals soll im Jahr 2016 erfolgen. Sollte der Busbahnhof so genutzt werden, wie die Stadt es sich erhofft, dann seien in zwei Jahren „weitere Tiefbaumaßnahmen notwendig, um den Untergrund abzusichern“, so Blug. Geplant ist, dann auch die Kanalisation auszubauen. Rund 870 000 Euro soll der neue Busbahnhof – einschließlich des Ausbaus – kosten. Bis zu 70 Prozent der Kosten trägt das Wirtschaftsministerium, die restlichen 30 Prozent die Stadt Saarbrücken.
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