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Kritik an Pfauen-Käfig im Deutsch-Französischen Garten

Saarbrücken. Die Pfauen im Deutsch-Französischen Garten (DFG) in Saarbrücken haben Mitleid bei Familie Mederer erregt. Anneliese Mederer schrieb uns: „Allzu oft sind wir leider nicht im DFG, und so können wir nicht sagen, wie lange schon dieser Käfig, in den die drei Pfauen eingesperrt sind, existiert. Wir können uns noch an die Zeit erinnern, als die Pfauen im DFG frei herumstolzieren konnten. Aber dieses Eingesperrtsein und das traurige Herumpicken in der Erde, ein paar Futterkörner in einer Ecke und dann das unsagbar schmutzige Wasser in dem Becken. Uns ist die Sprache weggeblieben und so ging es auch anderen Besuchern, die die unwürdige Unterbringung dieser schönen Tiere bedauerten.“ Auch im Fernsehen thematisierten Tierschützer am 16. Oktober die nicht artgerechte Haltung.

Das Amt für Grünanlagen der Stadt Saarbrücken hält solche Kritik für unangemessen und bekräftigt, dass sogar ein außergewöhnlich großer Aufwand betrieben werde, um den schönen Tieren ihre neue Heimat DFG vertraut zu machen. Den Pfauen gehe es gut, sie würden artgerecht gehalten und ausreichend gefüttert und mit sauberem Wasser versorgt, entgegnen sowohl Zoodirektor Richard Franke als auch Volkmar Schulz, Abteilungsleiter beim Gartenamt. Dass sie angeblich „traurig“ picken, ist Auslegungssache. Womöglich picken sie auch „froh“?

Sei es drum, eingesperrt sind die Pfauen nach Auskunft der Verantwortlichen nicht ständig, sondern nur abschnittweise, um sich an den Garten zu gewöhnen. Sie sollen durch den Verbleib in der eigens für sie errichteten Volière dazu dressiert werden, ausschließlich dort ihr wohl dosiertes Futter anzunehmen. Der Käfig soll sozusagen ihr ständiger „Meeting-Point“ (Schulz) sein. Die Pfauen (von einem Saarlouiser Züchter) sind ein Geschenk der SPD-Frauen im Saarbrücker Stadtrat an den Garten und seit Juni dieses Jahres dort. Ursprünglich waren es vier, nun sind es nur noch drei. Wo der vierte abblieb, ist nicht geklärt.

Durch freilaufende Hunde und nicht zu kontrollierende, übermäßige Fütterung durch Besucher seien die Tiere leider nicht richtig heimisch geworden und mehrfach fortgelaufen, so Volkmar Schulz, der erneut darum bat, Hunde anzuleinen und Pfauen nur zu bestaunen und nicht zu verköstigen. Wenn sie sich an den Garten gewöhnt hätten, könne die vorübergehende Käfighaltung eingestellt werden, versicherte er. 

Den Tipp zur Geschichte bekamen wir von den SZ-Leser- Reportern Heinz und Anneliese Mederer. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, melden Sie sich per Sprachnachricht über Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder über unser Online-Formular unter www.saarbruecker-zeitung.de/ Leserreporter.
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