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Kühler Frühling beschert Saarlands Bauern schwierige Erdbeerernte

Das kühle und verregnete Frühjahr hat den Erdbeerbauern der Region eine schwierige Ernte eingebracht. Die Erntezeit verschob sich nach hinten, so dass zwar manche Erzeuger am Sommeranfang eine regelrechte Erdbeerschwemme erlebten. Insgesamt fiel die Ernte aber durchschnittlich bis mager aus. Wegen der kühlen, regenreichen Monate April und Mai habe sich der Start der Ernte um etwa drei Wochen verzögert, erklärt Christine Chatelain von Erdbeerland Ernst.

Die Folge: „Ende Juni sind auf einen Schlag sechs Erdbeersorten reif geworden“, berichtet sie. Mit dem Abernten sei man nicht hinterher gekommen, viele Früchte hätten hängenbleiben müssen. Folglich hätten in dieser Saison zwei bis drei Wochen Ernte- und Absatzzeit gefehlt, erzählt Mitinhaber Hans-Georg Ernst. Dementsprechend falle der Verkaufserfolg geringer aus. Genaue Zahlen zu Einbußen und zur Gesamterntemenge könne man aber nicht nennen.

Auch Andreas Ehl aus Saarlouis-Neuforweiler erlebte wegen der vergleichsweise untypischen Witterung dieses Jahr eine „recht schwierige Erdbeerernte“. In der zweiten Junihälfte sei es zu einem „wahnsinnigen Überschuss an Erdbeeren“ gekommen, berichtet Ehl. Frühe Sorten seien später als üblich reif geworden, die späteren hingegen seien normal gereift. Um die enormen Erdbeermengen zu verkaufen, startete Bauer Ehl im Juni eine besondere Maßnahme: An drei Tagen kostete auf Ehls Selbstpflückerfeld in Saarlouis-Neuforweiler das Kilo Erdbeeren nur einen Euro. Insgesamt rechnet er trotz allem mit einer durchschnittlichen Ernte ohne Einbußen.

Bis Mitte September könne man noch an den Verkaufsständen in Überherrn-Altforweiler, Wallerfangen und Ensdorf frische Erdbeeren vom Feld kaufen.

Thomas Ripplinger, Inhaber des Obstguts Klosterberg in Merzig erwartet aufgrund der Witterung in diesem Jahr zehn Prozent weniger Ernteertrag. Grund für die Einbußen seien der verhältnismäßig lange Winter und das kühle, wenig sonnige Frühjahr. Den späteren Sorten habe hingegen die Hitze zugesetzt, sagt Ripplinger. „Diese Erdbeeren sind nicht so groß wie die anderen.“ Sogar noch bis Ende Oktober werde er seine Beeren ernten können, sagt Ripplinger.

Auf 1,40 Meter hohen Spezial-Beeten habe bereits die Ernte einer besonderen Erdbeersorte begonnen. „Die Hochbeet-Erdbeeren trocknen schneller nach Regen und Morgentau“, erklärt Ripplinger. Fäulnis könne den Früchten so nichts anhaben. Die Früchte vom Obstgut Klosterberg kann man an Straßen-Verkaufsständen sowie auf Bauern- und Wochenmärkten in Merzig, Saarlouis und Saarbrücken kaufen, erklärt der Bauer. bera
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