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Künftig zwei Doppelstreifen in der Neunkircher City

Nachrichten aus der Region Neunkirchen.

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Nun sind neben den Citycops der Vollzugspolizei zwei Streifen des städtischen Ordnungsdienst in der Innenstadt präsent, auch in den Abendstunden, heißt es von Seiten der Stadt. Die Anwesenheit der blau uniformierten Ordnungskräfte soll einerseits ungesetzlichem Treiben vorbeugen. Andererseits sollen doch stattfindende Verstöße prompt geahndet werden. Davon verspricht man sich auch die Abschreckung von eventuellen Nachahmern. Die Stadtpolizisten, so erläuterte Aumann, haben zum Beispiel ein Auge auf jugendliche Gruppen und Randständige, aber auch auf „Kaugummi-Wegschmeisser“ und andere Müllsünder. Die „Wegwerf-Mentalität“ ist für viele Bürger ein zunehmendes Ärgernis. Und dass sich nach der Umstellung der Müllabfuhr- Gebühren etliche Zeitgenossen anderer Wege der Entsorgung bedienen, zeigt unsere unten stehende Grafik.

Die Ordnungstruppe des Neunkircher Rathauses solle durch Aus- und Weiterbildung umfassende Kompetenzen erwerben und damit auf mittlere Sicht schlagkräftiger werden, kündigte Aumann an. Die fünf Ordnungsdienstler sollten zusammen mit den fünf Politessen zum „Zentralen Außen- und Ermittlungsdienst“ zusammengefasst werden. Die Mitarbeiter seien, wenn außerhalb der Sommermonate weniger Streifengänge erforderlich seien, dann flexibel einsetzbar bis hin zur Verkehrsüberwachung. Die Einheit ist dem Ordnungsamt des Rathauses angegliedert, das in die Zuständigkeit des Bürgermeisters fällt. Neunkirchen hatte im Jahr 1999 als erste saarländische Stadt einen Kommunalen Ordnungsdienst ins Leben gerufen.

Dieser Dienst sei mittlerweile eine „tragende Säule der Sicherheitspartnerschaft zwischen der Polizeiinspektion und der Kreisstadt Neunkirchen“, hieß es jetzt. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kontaktbereichsbeamten der Vollzugspolizei und mit Unterstützung der aufsuchenden Sozialarbeit von Kreis und Stadt habe man eine Reihe von Problemfeldern entschärft.

Eingedämmt worden seien so der extreme Alkoholkonsum durch Jugendliche oder wildes Plakatieren und Farbschmierereien, die Innenstädte unattraktiv machen. Auch der für „Stadtstreicher“ geschaffene Rückzugsraum jenseits der Hauptpost habe zur Entspannung beigetragen.

„Neunkirchen ist sicherer, als der ein oder andere das subjektiv wahrnimmt“, resümierte Oberbürgermeister Jürgen Fried.

AM RANDE

Die Kreisstadt Neunkirchen hat gestern als erste Kommune im Saarland die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Die Unterschrift von OB Jürgen Fried bedeutet eine Selbstverpflichtung, alle Mitarbeiter gleichermaßen zu respektieren – unabhängig von ihrer Nationalität, ethnischen Herkunft, Behinderung, Religion, Weltanschauung, sexueller Orientierung, Geschlecht oder Alter. Ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist, soll letztlich zum wirtschaftlichen Vorteil der Unternehmen, Institutionen und öffentlichen Körperschaften sein, die dies praktizieren. Die Charta der Vielfalt wurde 2006 ins Leben gerufen, Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bisher gibt es 1300 Unterzeichner mit zusammen sechs Millionen Beschäftigten.

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