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Künstler gräbt, Britz staunt: Oberbürgermeisterin hat ihre Stadtteiltouren in Malstatt begonnen

Charlotte Britz startete gestern ihre Tour durch die Stadtteile in Malstatt. Sie begegnete dabei am Platz in der Lebacher Straße auch Alexander Karle, der einen Erdkühlschrank baut. Foto: Becker&Bredel

Charlotte Britz startete gestern ihre Tour durch die Stadtteile in Malstatt. Sie begegnete dabei am Platz in der Lebacher Straße auch Alexander Karle, der einen Erdkühlschrank baut. Foto: Becker&Bredel

Der Pfarrer-Bleek-Platz war gestern Nachmittag der vorletzte von mehren Plätzen, die auf der Route von Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz durch das obere Malstatt zwischen Leipziger und Bülow-Straße eine Rolle spielten. Der Platz mit dem Bunkereingang soll umgestaltet werden. Wie er aussehen soll, ist noch ungewiss. Anwohner wünschen sich Parkraum, Kinder Spielraum, einige schattige Plätzchen zum Ausruhen – und ganz wenige hätten gern weniger Spielmöglichkeiten, weil das Lärm mit sich bringe.

 

Vor Ort war keine Lösung zu finden, doch Werner Lorscheider vom Stadtteilbüro plant Anfang September ein Bürgerforum, bei dem jeder seine Wünsche äußern kann. Sogar, wenn es mit dem Deutsch hapert. Lorscheider: „Wir lassen uns da etwas einfallen, vielleicht, dass jeder das, was er möchte, als Bild auf den Plan stellt.“

 

Start der Tour von Britz war am Leipziger Platz. Der macht kaum Probleme; dort war aber der Müll um eines der anliegenden Häuser Thema.

 

Der Hambacher Platz ist derzeit Marktplatz. Einige Molschder sähen den Markt aber lieber auf dem wenige hundert Meter entfernten Pariser Platz. Der ist näher an der Lebensader Lebacher Straße, während der Hambacher Platz etwas abseits liegt. Doch sprechen andere Gründe dagegen, den Wochenmarkt umzusiedeln. So sei der Untergrund auf dem Pariser Platz nicht geeignet, um ihn mit Transportfahrzeugen zu befahren. Außerdem fehle eine Zufahrt auf den Platz, die Marktbeschicker müssten zwischen Parkplätzen und Bäumen auf dem Platz rangieren. Britz will die Beteiligten an einen Tisch holen, glaubt aber nicht daran, dass der Markt verlegt werden kann.

 

Sofort will sie aber in anderer Sache tätig werden. An einigen Stellen in Leipziger und Rheinstraße lag Sperrmüll am Straßenrand. Nicht angemeldeter Sperrmüll, sondern wild entsorgter. Denn er liegt dort seit Wochen, wie Anwohner sich beschwerten. Britz informierte noch auf dem Weg durch Malstatt den Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb. Sie geht davon aus, dass der Sperrmüll jetzt bald abgeholt wird.

 

In der Baulücke mit dem einst sehr bekannten und später schäbigen und baufälligen Kiosk erlebte Britz eine Überraschung. Alexander Karle, diplomierter Künstler, war dabei, im hinteren Bereich des Grundstücks zwei tiefe Löcher zu graben. „Eigentlich ist das als Erdkühlschrank gedacht, aber je mehr ich es betrachte, wird es doch eher eine Skulptur. Auf dem Gelände ist alles Kunst, denn es bietet jedem Interessierten an, ein bisschen Kunstunterricht zu genießen. Etwa mit Sprayen. Oder man entspannt hier einfach nur“, sagt er. Der Grundstückseigentümer habe ihm diese Zwischennutzung erlaubt, fügt Karle hinzu. Dem ehemaligen Kiosk tut das gut, das Gebäude präsentiert sich als bunter Farbklecks des Stadtteils.

 

Letzte Station der Tour vor der Schlussbesprechung im Café ZAM war am Cottbuser Platz. Der müsse neu gemacht werden, stellte die Gruppe fest, als sie zwischen tiefen Schlaglöchern stand. Die Container, in der die Sparkasse während des Filialumbaus untergebracht war, verschwinden bald. Das Geldinstitut kann zurück ins angestammte Haus in der Lebacher Straße. Bei der Abschlussbesprechung kam noch die Rheinstraße aufs Thementablett. Der Straßenbelag wird an einigen Stellen erneuert, die Ecke Jenneweg wird möglicherweise verkehrsberuhigt.

 

Zum Thema:

 

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz setzt ihre Stadtteiltouren am Mittwoch, 20. Juli, 15.30 Uhr, in St. Arnual fort. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr auf dem St. Arnualer Markt. Neben dem Markt liegen unter anderem die Straßen Brebacher Straße, Koßmannstraße und Hindenburgstraße sowie die Sporthalle Scharnhorststraße und die Saargemünder Straße auf der Route. Nach dem Rundgang ist gegen 17.30 Uhr im Kelterhaus in der Pfälzerstraße ein Gespräch. Die Termine für die weiteren Stadtteilbesuche: Dienstag, 26. Juli, 15.30 Uhr, Burbach, Treffpunkt Burbacher Markt, Mittwoch, 27. Juli, 15.30 Uhr, Scheidt, Im Flürchen/Ecke Dudweiler Straße, Dienstag, 23. August, Fechingen, Wittehof, Bliesransbacher Straße, Mittwoch, 24. August, Dudweiler, Parkplatz Sportzentrum, St. Avolder Straße. red
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