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Künstler präsentieren ihre Werke im Urwald vor der Stadt

So sah es 2015 aus, als der Urwald vor der Stadt der Kunst Asyl gewährte. Foto: Sascha Markus

So sah es 2015 aus, als der Urwald vor der Stadt der Kunst Asyl gewährte. Foto: Sascha Markus

Ein Wald ist ein idyllischer, für manche Menschen ein nahezu perfekter Ort. Es ist grün, angenehm kühl, entspannend und die Luft sauber. Gerade im Hochsommer zieht es immer mehr Leute aus der Stadt an kühlere und ruhigere Orte. Wie kann man diesen Ort noch verändern und sich einfinden? Wie kann man ein Stück Mensch in die Natur bringen, ohne sie zu zerstören?

 

Diese Frage stellte sich der Künstler Markus Dambach vor sechs Jahren, als er noch direkt neben dem Saarbrücker Urwald wohnte.

 

„Kunst im Wald“ hieß die Lösung damals. Eine Veranstaltung bei der am 6. und 7. August jeweils von 10 bis 19 Uhr zum sechsten Mal unterschiedliche Künstler ihre Werke zeigen.

 

„Es ist ein Gegensatz zu der Atmosphäre im Museum, da ist es oft sehr anstrengend“, erklärt Organisator Markus Dambach nachdenklich. Im Gegensatz dazu besuchen Leute „Kunst im Wald“ zur Entspannung, für einen kleinen Spaziergang mit der Familie, mit dem Hund, alleine oder gezielt, um Kunst zu sehen.

 

Die Besucher kämen natürlich auch oft mit den Künstlern ins Gespräch, denn der Ort ist auch zum Bleiben gedacht. Jeder Teilnehmer bringt etwas zum Essen mit, und auch Getränke werden organisiert.

 

Unter Bäumen überachten

 

In den vergangenen Jahren fanden experimentelle Konzerte statt und auch dieses Jahr hofft Dambach noch auf Aktionen wie Performance, Theater oder Musik. Einige wollen auch wieder im Urwald übernachten, wie in den letzten Jahren.

 

Bisher hat das Wetter immer mitgespielt. Die Veranstaltung geht schließlich über zwei Tage, und so können sich die Künstler besser auf den ungewöhnlichen Raum einlassen.

 

In den letzten Jahren gab es Malerei, Musik, Fotografie, Installation und mehr, vor allem Experimentelles.

 

Dieses Jahr gibt es schon zwölf Anmeldungen, für einen Rundgang reiche dies noch nicht, aber erfahrungsgemäß gebe es noch kurzfristige Anmeldungen. Im besten Fall kann man dann einmal im Kreis laufen und entdeckt alle paar Meter neue Überraschungen.

 

„Meine Bilder wirken ganz anders im Wald - ich finde sie schöner“, erzählt Dambach. Er hat sein Atelier normalerweise im Nauwieser Viertel, eine ganz andere Umgebung.

 

Es sei ihm nicht wichtig, dass unzählige Besucher kämen, im Gegenteil. Die ruhige und stressfreie Umgebung sei ausschlaggebend für die Veranstaltung. Niemand will eine Massenveranstaltung, davon gibt es in der Innenstadt genug. Wer also etwas anderes will, geht an diesen Tagen auf das improvisierte, kleine und sympathische Event .

 

Gut zu erreichen ist es von der Saarbahnhaltestelle Heinrichshaus über die Siedlung von der Heydt. Von dort aus ist es nur noch ein netter, kleiner und ausgeschilderter Spaziergang vorbei an Bäumen, Bächen, Weihern und Kunst.

 

Anfahrt und weitere Infos auf facebook unter „Kunst im Wald“ und im Internet.

 

www.mmarcu.de

 

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