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Kult-Auto: Sulzbacher Museum für die „Ente“

Der Präsident des Citroen-2-CV-Clubs Action-Ents-Saar will ein Museum für das Kultauto Citroen 2CV errichten.

Der Präsident des Citroen-2-CV-Clubs Action-Ents-Saar will ein Museum für das Kultauto Citroen 2CV errichten.

Sulzbach. Seit Jahren gammelt das ehemalige Umspannwerk am Hühnerfelder Kreisel vor sich hin. Und ebenso lange träumt der Sulzbacher Roland Reichert davon, den Schandfleck in ein Schmuckstück zu verwandeln. Der Präsident des Citroen-2-CV-Clubs Action-Ents-Saar will aus dem „hässlichen, alten und dennoch reizvollen Gemäuer“ ein Museum für das Kultauto Citroen 2CV, liebevoll „Ente“ genannt, machen.

„Ich habe mir schon viele Hallen und Lagerräume angeschaut, doch alles bisher Besichtigte war nicht dazu angetan, meine Fantasie auch nur annähernd so zu beflügeln, wie das alte Umspannwerk in Hühnerfeld“, schwärmt der 53-Jährige. Dieses Bauwerk biete viel Platz, eine werbewirksame Lage sowie ein reizvolles Ambiente. Und, was noch viel wichtiger sei: eine bauliche Grundstatik, die das Unterbringen von rund 25 Fahrzeugen erlaubt.

Das Umspannwerk umfasst drei Etagen mit jeweils über 500 Quadratmeter Fläche. Für das 2CV-Museum hat Reichert nur die aus Richtung TÜV befahrbare Ebene vorgesehen. Eine Fahrzeugausstellung, Bücher, Plakate und hunderte von Modellautos fänden in dieser Etage Platz. Im Keller sollen nach den Plänen des Konstrukteurs für Elektroanlagen acht Proberäume für Musiker entstehen, von denen zwei zu einer Openair-Bühne zum auf der Rückseite gelegenen Parkplatz hin zu öffnen wären. Auf der Seite Richtung Kreisel ist ein Bistro mit 25 Sitzplätzen vorgesehen. Und mit einem Biergarten mit Sicht zum Kreisel und weiteren 25 Sitzplätzen.

Reichert rechnet mit Ausgaben zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Euro 

Ebenfalls in diese Ebene integriert werden soll ein hochmodernes Kleinkino mit etwa 50 Sitzplätzen und einer kleinen Cocktailbar. Reichert: „Der Bistro- und Kino-Bereich könnte auch für Familienfeste, Firmenfeiern oder Vereinsaktivitäten gemietet werden.“ Die Gebäudeebenen sind über das Haupt-Treppenhaus zugänglich, aber auch über die eingeplante dreigeschossige Aufzugsanlage mit einer Nutzlast von insgesamt 1500 Kilo. Diese soll laut Reichert zum einen auch behinderten Menschen ermöglichen, in alle Etagen des alten Umspannwerkes zu gelangen. Andererseits eröffne sie für das Obergeschoss „eine Vielzahl ungeahnter Verwendungsmöglichkeiten“.

Reichert denkt an ein Lager mit Verkauf von Neu- und Gebraucht-Ersatzteilen alter französischer Fahrzeuge der Marken Citroen, Peugeot und Renault. Oder an einen Veranstaltungsraum (40 mal 16 Meter) mit einer kleinen Bühne, einer Erfrischungsbar und Umkleideräumen.

Kommen wir zum springenden Punkt, der Finanzierung. „Ich gebe zu, dass auch ich als Privatmann und Durchschnittsverdiener keine Millionen aus der Tasche zaubern kann“, sagt Reichert. „Aber mit der Unterstützung durch Stadt, Land, Denkmalpflege und ortsansässige Firmen und Handwerker sollte ein solches Projekt zu stemmen sein.“ Der 53-Jährige rechnet mit Ausgaben zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Euro. Und hofft, dass die Denkmalpflege ein Drittel der Instandsetzungskosten übernimmt. Dass das Land einen Zuschuss von 400000 Euro gewährt. Und Reichert liebäugelt mit einem satten Gewinn. Mit saarländischen 2CV-Freunden will er bei der Fernseh-Show „Fünf gegen Jauch“ mitmachen und maximal 300000 Euro abstauben. Wie gesagt, an Ideen mangelt es ihm nicht.

Hintergrund

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Sulzbacher Stadtrates hat im Herbst 2010 Bürgermeister Michael Adam die Erlaubnis erteilt, über den Kauf des alten Umspannwerks in Hühnerfeld zu verhandeln. In diesem Monat erwartet Adam ein Gutachten zu Altlasten, die dort schlummern. Der letzte Eigentümer ist in Insolvenz. Laut Adam liegt der Verwaltung ein „angemessenes Übernahmeangebot“ des Insolvenzverwalters vor. me

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