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Kulturamts-Affäre: OB Lauer "maßlos enttäuscht"

Alfons Lauer wehrt sich gegen die Vorwürfe von Martina Malburg.

Alfons Lauer wehrt sich gegen die Vorwürfe von Martina Malburg.

Merzig. „Maßlos enttäuscht“ über seine frühere Kulturmanagerin ist OB Alfons Lauer. Martina Malburg hatte ihm Profilierungssucht vorgeworfen. „Schade, dass Frau Malburg jetzt ausgerechnet gegen denjenigen Vorwürfe erhebt, der trotz all ihrer Verfehlungen versucht hat, sie im Rahmen des rechtlich Verantwortbaren aus menschlichen Gründen in Schutz zu nehmen“, äußerte Lauer gestern in einer Stellungnahme. Viele Stimmen hätten ihr gegenüber „einen sehr viel härteren Kurs nach den vielen Fälschungen und Täuschungen gefordert“, schreibt er. Für den OB steht fest: „Malburg ist nicht von anderen getrieben worden, sondern Getriebene ihrer selbst gewesen.“ Schon lange vor den Vorkommnissen im Kulturamt habe er deutlich gemacht, dass die Zahl der Veranstaltungen zurückgefahren werden müsse: „Dies wurde von mir auch im zuständigen Fachausschuss thematisiert.“

Der Bericht der Wirtschaftsprüfer von PWC, den Malburg im  Interview mit der Saarbrücker Zeitung angesprochen hat, ist nach Lauers Darstellung seinerzeit an den Stadtrat verteilt worden. Auch die neuen Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses und die neuen Fraktionsvorsitzenden hätten nach der Kommunalwahl 2009 den Bericht erhalten.

Lauer weiter: „Ob die Kosten des PWC-Berichts als Schaden geltend zu machen sind, ist nicht abschließend geklärt. Tatsache ist aber, dass ich, ebenso wie der Stadtrat, rechtlich verpflichtet bin, einen eingetretenen Schaden geltend zu machen. Alle Bemühungen der Stadt, mit Frau Malburg eine außergerichtliche gütliche Einigung herbeizuführen, stießen jedoch unverständlicherweise auf taube Ohren. Auch hat sie entgegen ihrer Verpflichtung und trotz Aufforderung bis heute keinerlei Beitrag geleistet, das von ihr angerichtete Chaos aufzuklären und damit vielleicht zur Schadensminderung beizutragen.“

Der Vorhalt, sie habe zu wenig Personal gehabt, geht laut Lauer ebenfalls ins Leere: „Wie sich bei den Ermittlungen gezeigt hat, hatte sie ihre Mitarbeiter über die meisten Dinge im Unklaren gelassen und das ihr unterstellte Personal teilweise bewusst umgangen und selbst die Post vor ihnen abgeschirmt.“

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