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Kultursaal bleibt weiter dicht

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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Ormesheim. Der Ormesheimer Saal Niederländer bleibt vorerst weiterhin für Veranstaltungen und Proben gesperrt.  Ein Statiker wurde beauftragt, ein Standsicherheitsgutachten zu erstellen, um neue Erkenntnisse über die bauliche Sicherheit zu erlangen. Dieses Gutachten muss abgewartet werden, bis weitere Entscheidungen über das Gebäude getroffen werden können. Das hat der Besitzer des Saales Niederländer, Harald Scheller, gegenüber unserer Zeitung erklärt, dem eine entsprechende Stellungnahme der Unteren Bauaufsichtsbehörde zugegangen sei.

Wie berichtet, kann die Gemeinde Mandelbachtal den Saal Niederländer wegen Sicherheitsmängeln nicht weitervermieten. „Ich hoffe für die Vereine und die Dorfgemeinschaft, dass eine definitive Schließung des Saals nicht der Fall sein wird“, so Mandelbachtals Bürgermeister Gerd Tussing auf Anfrage.

Betroffene sind hierbei der Kultur- und Theaterverein (KTV), der Orchesterverein Harmonie (OHO), der Kneipp- Verein, zwei Tanzschulen, das Kinderballett und der Gesundheitspark Saar-Pfalz. Die Ortsvorsteherrunde habe sich mit dem Thema beschäftigt und Unterstützung zugesagt. „Die Gemeinde konnte zeitnah als Ausweichmöglichkeiten Nutzungszeiten im Dorfgemeinschaftshaus und der Schulturnhalle in Ormesheim, der Festhalle in Wittersheim sowie der Bliestalhalle in Bliesmengen- Bolchen anbieten“, so Tussing. Unterdessen hat die Ormesheimer SPD in Sachen Kultursaal rasches Handeln angemahnt. Falls der Saal Niederländer nicht mehr saniert werden könne, müsse über den Neubau einer Mehrzweckhalle in Ormesheim „ernsthaft nachgedacht werden“, so die SPD.

Ziel sei es, den Saal Niederländer vorläufig als Ort für kulturelle Veranstaltungen im Dorf zu erhalten. Sollte sich während der anstehenden Begutachtungen allerdings herausstellen, dass der Saal nicht mehr durch die Ormesheimer und deren Vereine genutzt werden könne, müsse über andere Lösungen nachgedacht werden.

Auch der Neubau einer Mehrzweckhalle müsse dann „konkret ins Auge gefasst und mit Hilfe des Landes realisiert werden“. Die Ormesheimer Sozialdemokraten hätten dabei die Gemeindeverwaltung, den Gemeinderat und Bürgermeister Gerd Tussing gebeten, rasch Lösungswege aufzuzeigen und sich beim Land auch um die Genehmigung von Sonderkrediten einzusetzen.

Der Vorsitzende des SPDOrtsvereins Ormesheim, Ortsvorsteher Rainer Barth, betonte, dass er es sich nicht vorstellen könne, dass es in Ormesheim als größtem Mandelbachtaler Ortsteil künftig keine Veranstaltungs- und Versammlungsstätte mehr gebe. „Die Kultur und das Vereinsleben in Ormesheim dürfen nicht sterben, daher müssen schnell Lösungen aufgezeigt werden, wie es mit dem Saal Niederländer weitergeht“, so Barth. Für den Fall, dass der Saal Niederländer nicht mehr wirtschaftlich vertretbar saniert werden könne, müsse man über den Bau einer Mehrzweckhalle in Ormesheim nachdenken. „Ormesheim hat als einziger Ortsteil keine Mehrzweckhalle, die die Bürgerinnen und Bürger und die Vereine nutzen können. Wenn der Saal Niederländer in Zukunft nicht mehr zur Verfügung steht, muss die Gemeindeverwaltung mit dem Land in Gespräche eintreten, mit dem Ziel, in Ormesheim eine neue Mehrzweckhalle zu errichten.“

Für Bürgermeister Gerd Tussing ist die Frage eines Neubaus „grundsätzlich eine Alternative“. Unter der derzeitigen Finanzlage der Gemeinde könne er jedoch „keine Umsetzung eines solchen Vorhabens in Aussicht stellen“. Bei einem ersten Vorgespräch im saarländischen Innenministerium sei bereits über die Problematik gesprochen worden.

HINTERGRUND

In der Diskussion um die vorläufige Schließung des Festsaals Niederländer weist Bürgermeister Gerd Tussing darauf hin, dass die Gaststätte Niederländer, die von Peter Maas betrieben wird, „definitiv nicht von der Überprüfung betroffen ist. Die Gäste können dort natürlich weiterhin die gute Küche genießen und Getränke zu sich nehmen“. ert

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