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"Kumi-Park": Darf bald jeder rein?

So könnte es immer im Kumi-Park aussehen: Jeanette Glaub (Dudweiler) und Jan-Kevin Müller (Bliesransbach) beim Picknick.

So könnte es immer im Kumi-Park aussehen: Jeanette Glaub (Dudweiler) und Jan-Kevin Müller (Bliesransbach) beim Picknick.

Alt-Saarbrücken. Dass das Kultusministerium seinen Park öffnet – schön wäre es ja, da waren sich die Alt-Saarbrücker, die sich Ende Mai zur Bürgerversammlung ihres Stadtteilforums versammelt hatten, einig. Die Leiterin des Saarbrücker Grünamts, Carmen Dams, kündigte an, das Gespräch mit dem Ministerium zu suchen. Eine Alt-Saarbrückerin dämpfte dann aber die Hoffnung. Ihr fehle der Glaube daran, dass das Wunder einer Parköffnung geschehe. Als ihre Kinder noch in der Grundschule waren, habe sie Unterschriften für die Park-Öffnung gesammelt – inzwischen sind die Kinder gut 40 Jahre alt und der Park immer noch geschlossen.

Nun ist etwas Bewegung in die Sache gekommen. Am Dienstagnachmittag traf sich der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Linkspartei in Alt-Saarbrücken, Lothar Schnitzler, mit dem Staatssekretär des Kultusministeriums Stephan Körner (Grüne). Ihr Gesprächsthema: die Öffnung des sogenannten Kumi-Parks. Nach dem Gespräch gab sich Schnitzler optimistisch: Es tue sich was. Das Ministerium sei „grundsätzlich bereit“, den Park zu öffnen. Man sei auf dem richtigen Weg, sagt Schnitzler, auch wenn sein Gespräch im Ministerium noch nicht der Durchbruch gewesen sei.. Denn „grundsätzlich bereit“ heiße, dass das Ministerium einige Bedingungen stellt.



Die Stadt soll „mit ins Boot“. Gestern Morgen bestätigte Ministeriums-Sprecherin Annette Reichmann: „Wir sind grundsätzlich bereit, Gespräche über die Öffnung des Parks zu führen.“ Zwei Dinge seien dem Ministerium aber wichtig: „Die Pflege des Parks muss gewährleistet sein“, ebenso „Sicherheit und Ruhe für die 250 Mitarbeiter des Hauses“. Was die Pflege angeht, erwartet das Ministerium, dass sich das städtische Grünamt im Park engagiert. Der Gärtner des Ministeriums alleine könne einen öffentlichen Park nicht betreuen. Eventuell werde auch ein „Parkwächter“ gebraucht. Mit dem Denkmalschutz müsse geklärt werden, „ob in 20 Metern Abstand zur Freitreppe ein Zaun gezogen werden darf“. Dieser Zaun sei notwendig, damit das Ministerium gegen unerwünschte Besucher abgesichert ist.

Nicht nur im Interesse der Ministeriumsmitarbeiter, sondern auch im Interesse der Anwohner auf der anderen Straßenseite sei es, dass es im Park nicht zu laut werde, sagt Reichmann. Das Ministerium werde nach den Ferien auf die städtische Grünamtsleiterin zugehen. „Wenn das Land mit uns über die Öffnung des Parks reden will, stehen wir dazu zur Verfügung“, teilte Stadtpressesprecher Thomas Blug gestern auf Anfrage mit. Klar sei: Der Park gehört dem Land, nicht der Stadt. „Bevor wir uns daher zu eventuell auf uns zukommenden Kosten und zu anderen Detailfragen äußern, warten wir aber zunächst dieses Gespräch ab“, sagt Blug. Wenn vermittelnde Hilfe gebraucht werde, sagt der Landtagsabgeordnete Lothar Schnitzler, führe auch er gerne wieder Gespräche.
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