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Kunden klagen über Probleme mit Vlexx

Einige Kunden beschweren sich über die Privatbahn Vlexx. Foto: fredrik von erichsen/dpa

Einige Kunden beschweren sich über die Privatbahn Vlexx. Foto: fredrik von erichsen/dpa

Ein Leser-Reporter hat sich vor kurzem über eine Schaffnerin der Privatbahn Vlexx geärgert, die die Nahe-Strecke Saarbrücken-Frankfurt bedient. Weil der Gelegenheits-Bahnfahrer keine gültige Fahrkarte am Bahnhof bekommen konnte, musste er 67 Euro bezahlen. Auf diesen Bericht meldeten sich weitere Kunden , die über schlechte Erfahrungen berichteten: So hat die Tochter eines Leser-Reporters aus Namborn mit einem Zug von St. Wendel nach Niederlinxweiler fahren wollen. Nach der Abfahrt stellte die 15-Jährige jedoch fest, dass der Regionalexpress erst wieder in Ottweiler hielt und sie deshalb wieder zurückfahren musste. Da sie kein Bargeld dabei hatte, habe sie bereits beim Einsteigen in den Zug die Zugbegleiterin auf das Problem hingewiesen. Doch die Mitarbeiterin habe dann nach der Anfahrt ein so genanntes Nachpreiserhebungs-Ticket ausgestellt. Ihr Vater kümmerte sich gleich um die Klärung des Vorfalls und schrieb das Unternehmen an. Doch statt einer Antwort habe die Familie eine Mahnung erhalten: „Es liegt offensichtlich seitens der Firma Vlexx kein Interesse auf Klärung des Sachverhaltes vor“, sagt er.

 

Ein Saarbrücker, der anonym bleiben möchte, fährt seit 30 Jahren jeden Werktag mit einer Zeitkarte nach Idar-Oberstein. Nun habe er ein Mal vergessen, seine Monatskarte einzustecken und müsse dafür 92 Euro bezahlen. Und das, obwohl ihn die Zugbegleiterin vom Sehen kenne, berichtetet er. Seine Einwände beim Kundenservice seien abgelehnt worden. Stattdessen unterstelle ihm der Anbieter quasi kriminelles Handeln: Er könne ja möglich sein, dass er seine übertragbare Zeitkarte ausgeliehen habe. „Wie die Vlexx mit Kunden umgeht, ist ungeheuerlich“, sagt er.

 

Vlexx-Sprecherin Svenia Reuther erklärt, dass die Zugbegleiter von Kunden ohne gültigen Fahrschein täglich viele Ausreden anhören müssten. Da das Unternehmen jedoch alle Fahrgäste gleich behandeln möchte, müsse es „eine klare Linie“ fahren. Auch in „unglücklichen Fällen“ wie denen der SZ-Leser seien keine Ausnahmen möglich. Aufgrund der Bestimmungen aus dem Verkehrsvertrag mit dem Saarland könne das Unternehmen keine Fahrkarten im Zug ververkaufen. „Eine Ausnahme stellt nur der sogenannte Notverkauf da“, so die Sprecherin. Zum Beispiel dann, wenn die Fahrkarten-Automaten nachweislich gestört seien. Bei übertragbaren Zeitkarten, die vergessen wurden, sei eine nachträgliche Vorlage der Tickets zur Reduzierung des erhöhten Beförderungsentgeltes nicht möglich.  
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