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Kunst: Saarbrücker Berliner Promenade erhält einstigen Glanz zurück

 Lichtprobe an der Berliner Promenade.

Lichtprobe an der Berliner Promenade.

Bettina Pelz hat „Lichtrouten“ in Lüdenscheid gelegt, ein „Farbfest“ in Dessau gefeiert und Danziger Stadträume beleuchtet. Die freie Kuratorin arbeitet international. In Saarbrücken ist sie nun auf etwas Besonderes gestoßen: „Ich kenne in Europa kein Hochschulprojekt, das sich traut, in dieser Dimension zu agieren“, sagt sie und meint „Light_Act“.

Bettina Pelz begleitet in Workshops Studierende der Kunsthochschule. Sie arbeiten mit Daniel Hausig, Hochschulprofessor und Lichtkünstler, an diesem Projekt, das sich der Stadt auf besondere Art und Weise nähert. Licht lenkt den Blick auf Bauten der 50er Jahre, die gemeinhin nicht als ansehnlich oder gar schön gelten. Der Schweizer Daniel Hausig spricht von „forschendem Lehren und Lernen“, das dauert nun schon drei Semester. Doch es ist noch mehr.

 Just zu der Zeit, als die Stadt Saarbrücken beginnt, sich mit 50er-Jahre-Bauten auf besondere Art auseinanderzusetzen, bringt Hausig Licht ins Spiel. Während die Berliner Promenade durch Umbau und Modernisierung neue städtische Qualitäten bekommt, leuchtet er mit Mitarbeitern und Studierenden die dahinter liegenden großen Geschäftshäuser aus. Hausig geht es um „visuelle Mündigkeit der Öffentlichkeit“. Pelz will viel mehr als belangloses, buntes Deko-Licht. Die Studierenden probieren sich und ihre Kunst im öffentlichen Raum aus.

 Vom 25. bis zum 27. April soll das Ergebnis abends zu sehen sein. Dann richtet sich das Licht und damit die Aufmerksamkeit auf die Häuser an der Berliner Promenade. Die bekommt so einstigen Glanz zurück. Bettina Pelz ist sich sicher, dass so das Flair der früheren Jahre zurückkehre. Lichtbilder als künstlerische Momente könnten möglicherweise die Einstellung zur Stadt verändern.

In keinem Fall, sagt Daniel Hausig, seien er und die Studierenden jedoch „mit dem Reparaturkoffer unterwegs“.
 Saarbrückens Kulturdezernent Erik Schrader sieht in „Light_Act“ außer Kunst auch Marketing für die Stadt. Die ist Veranstalter und beteiligt sich mit 15 000 Euro, Sponsoren zahlen ebenfalls insgesamt 15 000 Euro. Ihre „Media-Unterstützung“ durch Plakatierung für das Lichtprojekt beziffert die Stadt auf 45 000 Euro.
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