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Kurzfilme aus der Biosphäre

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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St. Ingbert. Als Einstimmung auf das Biosphärenfest in St. Ingbert am kommenden Sonntag zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert am Freitag, 2. September, um 19 Uhr unter dem Motto „Schauplätze aus der Biosphäre Bliesgau“ Kurzfilme und Filmcollagen von Elke Birkelbach, Peter M. Lupp, der Fotogruppe der Naturfreunde Saar, Cornelia Jung, Axel Krieger und Dorothee Münch. Zum Internationalen Jahr der Wälder 2011 wird der Oscar prämierte Kurzfilm „Der Mann, der Bäume pflanzte“ von Frederick Back zu sehen sein. Jakobsweg, Wintringer Kapelle, Sternenweg oder Lebensader- Wege sind nur einige Schauplätze, die zum Biosphärenreservat Bliesgau gehören. Zu einem filmischen Streifzug durch diese Orte der Region lädt die Kinowerkstatt alle Zuschauer am Freitag ein: Der Wintringer Hof mit dem Kulturort Wintringer Kapelle, liegt etwa zehn Kilometer südöstlich der Landeshauptstadt Saarbrücken an der Landstraße zwischen Kleinblittersdorf und Bliesransbach, unmittelbar an der Staatsgrenze zu Frankreich im heutigen Eurodistrict SaarMoselle.

Die Hofanlage bildet, von Saarbrücken aus betrachtet, symbolisch die Eingangspforte zu dem von der Unesco geschützten Biosphärenreservat Bliesgau. So steht der Sternenweg/ Chemin des étoiles für das Konzept eines naturnahen und vernetzenden Kulturtourismus in der Europäischen Großregion Rheinland-Pfalz, Saarland und Lothringen. Er initiiert eine neue Wanderkultur. Wegezeichen aus steinernen Jakobsmuscheln, Ornamente aus Feldsteinen und Sterne verweisen unterwegs auf mittelalterliche Kulturdenkmäler und die alten Jakobswege, die ehemals durch diese Landschaft führten.

Am Samstag, 3. September, um 21 Uhr, am Sonntag, 4. September, sowie am Montag, 5. September, jeweils um 20 Uhr, zeigt die Kinowerkstatt „Nader und Simin“ (Iran 2011, Originaltitel: Jodaeiye Nader az Simin) von Asghar Farhadi, unter anderem mit Leila Hatami, Peyman Moadi und Shahab Hosseini. Auf der Berlinale 2011 gewann das vielschichtige iranische Drama zu Recht den Goldenen Bären sowie zwei Silberne Bären und wurde von Presse wie Publikum euphorisch umjubelt.

„Nader und Simin“ beginnt als Beziehungsdrama. Die erste Einstellung zeigt einen Mann und eine Frau nebeneinander sitzend. Sie sprechen direkt in die Kamera, versuchen vehement, ihre jeweiligen Standpunkte zu erklären. Simin will sich scheiden lassen, da ihr Mann Nader sich weigert, mit ihr und der gemeinsamen Tochter Termeh ins Ausland zu gehen. Simins Hoffnung auf ein besseres Leben für ihre Tochter im Ausland kollidiert mit Naders Verantwortungsgefühl gegenüber seinem demenzkranken Vater, wegen dem er den Iran nicht verlassen möchte.

Eine Einigung scheint unmöglich. Trotzdem wird dem Paar die Scheidung von dem zuständigen Familienrichter verwehrt. Als „Nader und Simin“ dieses Jahr bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde, war man sich recht schnell einig, dass die Jury, angesichts der Inhaftierung des regimekritischen Regisseurs Jafar Panahi und neuerlicher Proteste gegen das Regime in Teheran, ein politisches Zeichen setzen wollte. red

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