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LKW kippt auf der A6: Riesenstau

Homburg. Gestern mittag gegen 12.25 Uhr kam es zu einem folgenschweren Unfall auf der A 6 in Fahrtrichtung Kaiserslautern. Ein Lkw war auf der Höhe der Ausfahrt Waldmohr nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Brückenpfeiler gekracht.

Dabei kippte der Lkw um und verlor seine gesamte Ladung, die aus über zehn Tonnen schweren Stahlmatten bestand. Der Fahrer wurde schwer verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Vermutlich kam er bei der Einfahrt in den Baustellenbereich bei Waldmohr von der Fahrbahn ab, sagt die Homburger Polizei. Dass das darauf folgende Verkehrs-Chaos solche Ausmaße annahm, lag vor allem an drei Faktoren: Der Lkw hatte gleich beide Fahrtrichtungen der A 6 lahmgelegt, dann konnte die schwere Ladung nur mit einem Spezialkran geborgen werden – und die Ausfahrt Waldmohr ist gesperrt, weil sie derzeit komplett erneuert wird. Das bedeutete, dass der Verkehr nicht sofort abfließen, sondern über die B 423 mühsam über Bruchmühlbach-Miesau abgeleitet werden musste.

Dies wiederum belastete alle Ortschaften im Umkreis. In Kleinottweiler ging nach 16 Uhr gar nichts mehr, ebenso wenig in Bruchhof. In Limbach in der Hauptstraßen standen die Autos quer. Schlimm war es für die Krankenwagen, die kaum noch zum Uniklinikum durchkamen. „Bevor überhaupt an eine Beseitigung des Unfallfahrzeugs zu denken war, mussten wir erst einmal die Straße von den Stahlmatten befreien“, informierte die Homburger Polizei.  Dafür musste eine Spezialfirma mit einem Kranfahrzeug kommen, das noch bis nach 20 Uhr im Einsatz war. Das größte Problem war allerdings die gesperrte Abfahrt Waldmohr, die auch nicht provisorisch geöffnet werden konnte, „weil da gerade die Decke komplett abgefräst wird“, so die Polizei.



Für die Homburger Polizei ergab sich daraus, dass eine Umleitung nicht erst ausgeschildert werden musste, „die war ja ohnehin schon da, weil diese Auffahrt schon seit Wochen gesperrt ist.“ Allerdings hatte man sich nicht träumen lassen, dass sie in diesem Maße frequentiert würde. Für die Autofahrer gestaltete sich der Nachmittag zu einer wahren Geduldsprobe. Bei schönstem Spätsommerwetter stauten sich die Autos über 25 Kilometer lang durchs östliche Saarland und in die Pfalz hinein.

 In Homburg lief in der Bexbacher Straße und im Industriegebiet nichts mehr, als die Beschäftigten der dort ansässigen Firmen in den Feierabend starten wollten. Sie mussten sich notgedrungen zu jenen Autofahrern gesellen, die sich auszukennen glaubten und deshalb eine besonders geschickte Umgehung über die A 8 suchten, die dann ebenfalls vollgestopft war. Die Auswirkungen waren noch bis in die Neunkircher Innenstadt zu spüren. Als ärgerlich empfanden es nicht nur korrekte Autofahrer, sondern auch die Polizei, dass von vielen Schlaubergern die Standspur als Fahrbahn genutzt wurde, so dass die Krankenwagen kaum durchkamen.
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