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Lärm: Bald wieder Sperrstunde im Nauwieser Viertel?

Das Nauwieser Viertel in Feierlaune beim Nauwieser Fest. Laut einigen Bewohnern des Viertels ist es auch an

Das Nauwieser Viertel in Feierlaune beim Nauwieser Fest. Laut einigen Bewohnern des Viertels ist es auch an "normalen" Tagen und Nächten viel zu laut.

St. Johann. Stocksauer sind etliche Bewohner des Nauwieser Viertels über den Lärm, den die Gäste von vier Kneipen nachts auf der Straße machen – unter den Fenstern von Menschen, die Schlaf brauchen. Alle vier Kneipen liegen an Nauwieser- und Cecilienstraße. Und wenn die Nächte heiß sind – so berichtete kürzlich ein Lärmopfer – stehen einige Gäste bis in den Morgen auf der Straße und machen den Krach, der den Anwohnern so gewaltig auf die Nerven geht.

Vor knapp drei Wochen trafen sich die Lärmopfer im Familycafé in der Nauwieser Straße, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen – und um weitere Unterstützer für ihr Anliegen zu gewinnen (wir berichteten). Danach unterzeichneten dreizehn Lärmopfer einen Beschwerdebrief ans Ordnungsamt. Im Brief heißt es unter anderem: „Seit Aufhebung der Sperrstunde hat sich im Nauwieser Viertel eine Party- und Saufmeile etabliert, deren Gäste täglich bis fast 6 Uhr morgens lärmend auf der Straße stehen – Flaschen werden zertrümmert, es wird geschrien und getrommelt. Ohne Rücksicht auf die Anwohner.“ Und weil sie dabei nicht schlafen können, klagen die Unterzeichner: „Zurzeit werden wir auf unerträgliche Art in unserer körperlichen Unversehrtheit beeinträchtigt. Es geht hier demnach um den Tatbestand der Körperverletzung.“ Damit sie ihre Nachtruhe zurückbekommen, fordern die Lärmopfer die „Wiedereinführung der Sperrstunde“.

Die Saarbrücker Zeitung  erkundigte sich bei der Stadt, was man dort über diesen Brief denkt. Stadt-Sprecher Thomas Blug räumte ein, dass die Verwaltung auf der Nauwies mit widersprüchliche Interessen konfrontiert sei und die nun unter einen Hut bringen müsse. Blug: „Unser Ziel ist es, den Charakter des Viertels zu erhalten. Es zeichnet sich durch eine Mischung von Arbeiten und Wohnen aus, auch die Gastronomie hat ihren festen Platz. Unter den Bewohnern mehren sich Beschwerden über nächtlichen Lärm durch Nachtschwärmer. Von Seiten der Ladenbetreiber besteht der Wunsch, das Quartier als Geschäftsviertel zu stärken und für mehr Tages-Kundschaft zu sorgen. Die Parkplatzproblematik ist ein weiteres Thema.“ All das – so versichert Blug – nimmt die Stadt „sehr ernst“.

Und deshalb habe Oberbürgermeisterin Charlotte Britz bereits im Juli bei ihrem Stadtteilrundgang über die Nauwies vorgeschlagen, dass die Verwaltung einen runden Tisch einrichtet. Blug: „Das haben die Bürger begrüßt. Inzwischen haben sich mehrere Bürgerinitiativen gegründet. Ziel des runden Tisches ist es, die Initiativen zusammenzubringen und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Ein erstes Gespräch zwischen Verwaltung und Initiativen ist für heute, Donnerstag, 30. August, angesetzt.“

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