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Lafontaine feuert Breitseiten auf Müller und Ulrich ab

Saarbrücken. Die Linke will bei einer Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl die Studiengebühren abschaffen, mehr echte Ganztagsschulen einrichten und Volksentscheide über wichtige politische Fragen ermöglichen. Das kündigte Linken-Bundeschef Oskar Lafontaine am Samstag vor rund 500 Zuhörern in der Saarbrücker Fußgängerzone an, als er den Landtagswahlkampf seiner Partei eröffnete.

In seiner 45-minütigen Rede griff er Ministerpräsident Peter Müller (CDU) und Grünen-Chef Hubert Ulrich frontal an. Zugleich verzichtete er auf Attacken gegen SPD-Chef Heiko Maas. Das Saarland müsse „wieder in der Bundesliga spielen“, forderte Lafontaine. Anstatt zum „Aufsteigerland“ zu werden, ergehe es dem Saarland unter Müller so wie dem 1.FC Saarbrücken, der mehrfach abgestiegen ist. Lafontaine hob hervor, dass er einst dreimal so viele Bundeshilfen für das Land erstritten habe wie Müller. Ein weiterer Grund für die Abwahl des in Eppelborn wohnenden Müller sei dessen „Feindschaft gegenüber dem Bergbau“, mit der er 8000 Arbeitsplätze aufs Spiel setze. „Ab mit ihm nach Eppelborra – oder nach Ibbenbüren!“, rief Lafontaine unter Anspielung darauf, dass viele Bergleute nach dem Bergbau-Ende nach Ibbenbüren versetzt werden sollen.

„Wir sind wie die Grünen für den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie und gegen die Atomkraft“, sagte Lafontaine. Auch die Linke wolle die Energieversorgung dezentral in kommunaler Hand organisieren und die Macht der Energiekonzerne brechen. Ein neues Kohlekraftwerk würde die Linke nur dann akzeptieren, wenn es kleiner und umweltverträglicher wäre als die 1600 Megawatt-Anlage, die Müller in Ensdorf „in den Sand gesetzt“ habe.

Den Grünen hielt Lafontaine vor, Müller zu einer weiteren Amtszeit verhelfen zu wollen: „Der grüne Ulrich, der hier rumläuft, sitzt dem Müller fast schon irgendwie drinnen.“ Auf Plakaten der Linken, die am Samstag erstmals ausgestellt wurden, war in dicken Lettern zu lesen: „Oskar wählen! Denn wer Grün wählt, wird sich Schwarz ärgern.“ nof 
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