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Land will Integration und Zusammenhalt der Gesellschaft fördern

Angesichts steigender Flüchtlingszahlen will die Landesregierung die ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung ausbauen. Das teilte die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Sozialministerin Monika Bachmann ( CDU ), am Freitag mit. Dazu stelle das Land in diesem Jahr 200 000 Euro für Informationsveranstaltungen zur Gewinnung von Ehrenamtlichen, für deren Schulung sowie für gezielte Begegnungen von Flüchtlingen und Bevölkerung im Saarland zur Verfügung. „Zusammenhalt und Miteinander sind wichtige und unverzichtbare Elemente in unserer Gesellschaft. Es ist unsere Aufgabe, dies zu unterstützen und zu fördern“, so Bachmann. Zudem erteilte sie all' denjenigen ein klare Absage, „die sich in diesen Tagen gegen die kulturelle Vielfalt in unserem Land positionieren“. Mit den Landesmitteln sollen deshalb auch jene Projekte unterstützt werden, die „eine stärkere interkulturelle Öffnung der Gesellschaft“ fördern.

Ziel sei es, im Laufe des Jahres landesweit ein ehrenamtliches Engagement zur Betreuung und Integration von Flüchtlingen nicht zuletzt in sport- und kulturtreibende Vereinen zu begründen und auszubauen. Wichtiges Förderkriterium einzelner Ehrenamtsprojekte werde die Zusammenarbeit mit Kommunen und den Migrationsfachdiensten der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Saar sein. Interessenten können sich ab sofort an die Verwaltung ihrer Landkreise oder des Regionalverbands Saarbrücken wenden. Ob Landesgelder für den Aufbau des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingsbetreuung auch über das Jahr 2015 hinaus fließen, ließ Bachmann offen. Derzeit beschäftigt das Land acht offizielle Flüchtlingsbetreuer, sieben weitere sind geplant.

Um Arbeit, Ansätze und Ausrichtung der Flüchtlingspolitik zu diskutieren und zu verbessern, will die Sozialministerin am 5. Februar einen saarländischen Integrationsgipfel einberufen. An ihm sollen nicht nur Vertreter von Politik, Kirchen, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden teilnehmen, sondern auch Betroffene.

Nach Ministeriumsangaben erwartet das Land derzeit monatlich rund 300 neue Flüchtlinge . Ende 2014 waren insgesamt 1863 Flüchtlinge in den saarländischen Kommunen untergebracht und 1331 in der Landesaufnahmestelle in Lebach. Die meisten Flüchtlinge kamen 2014 aus Syrien.

Unterdessen hat die Leiterin des Saarbrücker Zuwanderungsbüros, Veronika Kabis, daran erinnert, dass von den knapp 180 000 Einwohnern der Landeshauptstadt 41 000 nicht von deutschen Staatsangehörigen abstammen. Kabis: „ Saarbrücken wäre nicht überlebensfähig, wenn plötzlich alle Menschen mit ausländischen Wurzeln weg wären.“
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