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Landesjugendring Saar wirbt für Wahlbeteiligung

Saarbrücken. Ein zwölf mal acht Meter großes Plakat schwamm am Samstagnachmittag in der Mitte der Saar auf der Höhe des saarländischen Landtags in Saarbrücken und legte für eine Stunde den Schiffsverkehr lahm. „Partyzipation – Mitbestimmung statt Katerstimmung“, war auf dem Riesenplakat zu lesen. Unter diesem Motto veranstaltete der Landesjugendring Saar am Samstag in Saarbrücken einen Aktionstag – mit dem Ziel bei jungen Wählern und Erstwählern Interesse für Politik zu wecken und sie zu ermuntern am Sonntag bei der Landtagswahl ihre Stimme abzugeben.
 
An die 100 Jugendliche und junge Erwachsene von zehn Kinder- und Jugendmitgliedsverbänden hätten sich auf der Aktionsstrecke zwischen St. Johanner Markt und der Alten Brücke beteiligt, sagte Landesjugendring-Geschäftsführer Georg Vogel. Die Jugend-Organisationen, darunter die drei mitgliederstärksten, der Bund der deutschen katholischen Jugend, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend und die Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft-Jugend (Verdi-Jugend) formulierten auf übergroßen Papp-Würfeln ihre jugendpolitischen Forderungen, präsentierten Mitmach-Angebote wie eine Abseilaktion und Live-Musik von jungen Nachwuchsbands. Mitglieder der Verdi-Jugend hatten am Stengel-Brunnen auf dem St. Johanner Markt Tafeln befestigt, worauf sie die Selbstkosten für Auszubildende bestimmter Berufsgruppen, etwa zum Rettungssanitäter und Logopäden, beklagten. „Wir finden, dass Bildung ein freies Gut sein sollte“, sagte die stellvertretende Verdi-Jugend-Vorsitzende Saskia Schwarzweller.

Daher trete die Gewerkschaftsjugend für einen freien Zugang zur Bildung ohne Studiengebühren und eine kostenfreie Ausbildungen ein. „Jugendliche wollen sich beteiligen, wollen mitbestimmen und haben eine politische Meinung“, erklärte der Landesjugendring-Chef Holger Meuler im Gespräch mit der SZ. Bei den saarländischen Landtagswahlen 2004 hätten, so Meuler, etliche jugendliche Erst- und Jungwähler der NPD ihre Stimme gegeben. Dies sei aus Analysen des statistischen Landesamtes hervorgegangen. Doch da der Landjugendring Saar gemäß seiner Satzung zur politischen Neutralität verpflichtet sei, könne er an seine Mitglieder keine Wahlempfehlung abgeben. Wohl aber appelliere der Verband, der für ein humanitäres Menschenbild stehe, bei der Landtagswahl rechtsextremistischen Parteien wie der NPD keine Stimme zu geben. Benjamin Rannenberg 
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