A8 Neunkirchen Richtung Karlsruhe Zwischen AS Einöd und AS Zweibrücken-Ernstweiler Gefahr durch defektes Fahrzeug auf dem Überholstreifen (15:20)

A8

Priorität: Sehr dringend

23°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
23°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Landrat begrüßt Center Park am Bostalsee

Der Bau eines Center-Parcs Ferienparks am Bostalsee soll in den kommenden Monaten beginnen.

Der Bau eines Center-Parcs Ferienparks am Bostalsee soll in den kommenden Monaten beginnen.

Nohfelden/Saarbrücken. "Das ist ein Weihnachtsgeschenk für das St. Wendeler Land." Mit diesen Worten kommentierte Landrat Udo Recktenwald (CDU) am Mittwoch in der Saarbrücker Staatskanzlei die jüngste Entwicklung des Ferienparks am Bostalsee (wir berichteten).

Nach zweijähriger Verzögerung soll es jetzt schnell gehen. Noch im Januar sollen Kreistag und Gemeinderat Nohfelden den Weg ebnen, bis März sollen alle Verträge der verschiedenen Partner und Center Parcs abgeschlossen sein. Die Zustimmung der Ratsmehrheiten scheint sicher. Dies geht aus den Stellungnahmen der Fraktionen hervor.

Während die Finanzierung der Zentraleinheit und der Infrastruktur seit zwei Jahren steht, fand Center Parcs nicht genügend private Investoren für den Bau der 500 Ferienhäuser. Diese kosten 45 Millionen Euro.

Am Mittwoch präsentierte Center Parcs nun drei Investoren (wir berichteten), die eine Zweckgesellschaft zum Bau der Häuser gründen. Darüber hinaus will sich der Landkreis St. Wendel über den Eigenbetrieb Freizeitzentrum Bostalsee mit einer stillen Einlage von 4,5 Millionen Euro an dieser Gesellschaft beteiligen.

20 Prozent der Summe von 45 Millionen Euro müssen die Investoren als Eigenkapital einbringen, der Rest wird über ein Bankenkonsortium finanziert. Center Parcs bezahlt für die Häuser über 15 Jahre insgesamt eine garantierte Miete von 55 Millionen.  Mit der Option, den Mietvertrag auf bis zu 15 weitere Jahre zu verlängern.

Die Häuser sollen aber nicht im Besitz dieser Gesellschaft bleiben, sondern innerhalb von fünf Jahren an weitere, auch kleinere Privatinvestoren verkauft werden. So die übliche Vorgehensweise bei Center Parcs. Gelingt dies nicht, gehen die Häuser ins Eigentum der Gesellschafter über, auch in das des Landkreises. Der mit seiner stillen Beilage und den Bankkrediten im schlimmsten Fall fast die Hälfte der Häuser übernehmen müsste.

Das zusätzliche finanzielle Engagement des Landkreises begründete Udo Recktenwald auch mit dem Ziel, das Projekt Ferienpark "aufs Gleis zu setzen und anzuschieben." Er sei überzeugt, dass dies funktioniere.

Auf die Frage, warum denn der Landkreis statt weiterer privater Investoren einspringe, sagte Recktenwald: "Viele private Investoren haben eine bestimmte Renditeerwartung. Für uns als Landkreis ist es aber nicht entscheidend, hohe Gewinne zu machen, wir wollen den Park verwirklichen." Und weiter: "Im schlimmsten Fall geht dies für uns Null auf Null auf." Sollten nicht alle Ferienhäuser verkauft werden, stehe der Landkreis für einen Teil gerade, so Recktenwald. Dem stünden aber die garantierten Mieteinnahmen gegenüber. Bisher, so Recktenwald, habe Center Parcs immer alle Häuser verkauft.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein