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Landratswahl im Kreis Neunkirchen: Hoffmann-Bethscheider und Thiel im Rennen

Cornelia Hoffmann-Bethscheider (SPD, links) und Thomas Thiel (CDU, rechts im Bild)

Cornelia Hoffmann-Bethscheider (SPD, links) und Thomas Thiel (CDU, rechts im Bild)

Am Sonntag können die Bürger im Kreis Neunkirchen darüber abstimmen, wer auf dem Sessel an der Verwaltungsspitze Platz nehmen soll: Zur Wahl stellen sich Cornelia Hoffmann-Bethscheider (SPD) und Thomas Thiel (CDU).

Neunkirchen. Rund 115 000 Bürger des Kreises Neunkirchen sind am Sonntag aufgerufen, einen Nachfolger für Landrat Rudolf Hinsberger zu wählen. Der Sozialdemokrat leitet seit 1985 die Kreisverwaltung mit ihrem Hauptsitz in der alten Residenzstadt Ottweiler. Hinsberger wird im März kommenden Jahres 68 Jahre alt und muss damit aus den Amt ausscheiden.

Bewerber sind die Landtagsabgeordnete Cornelia Hoffmann-Bethscheider aus Illingen-Uchtelfangen (42, SPD) und Thomas Thiel aus Spiesen-Elversberg (39, CDU), der als Referatsleiter in Diensten des saarländischen Finanzministeriums steht. Die Amtszeit des neuen Landrates beginnt am 1. April und endet im September 2019.

Bislang haben beide Kandidaten (Fotos: SZ) einen sehr engagierten und fairen Wahlkampf geführt. Die Juristin Hoffmann-Bethscheider ist seit der Kommunalwahl 2009 Erste Kreis-Beigeordnete und damit Abwesenheits-Vertreterin von Hinsberger. Außerdem ist sie SPD-Kreisvorsitzende und in zahlreichen kommunalpolitischen Gremien tätig. Sie macht sich stark für einen "Bürger-Landkreis", in dem die Einwohner intensiv an den Entscheidungs-Prozessen beteiligt werden sollen. Dabei setzt sie zudem auf das Ehrenamt, was auch in ihrem Wahl-Slogan "Mehr miteinander" zum Ausdruck kommt.

  Landespolitisch engagiert sich die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag insbesondere in der Bildungspolitik ("mehr echte Ganztagsschulen"). Ferner liegt der verheirateten Mutter eines 13-jährigen Sohnes die Familien- und Sozialpolitik am Herzen.

Der Diplom-Kaufmann Thomas Thiel, im Finanzministerium zuständig für Kabinetts- und Parlaments-Angelegenheiten, hat sich in der Kommunalpolitik besonders als Ortsvorsteher seines Wohnortes Spiesen einen Namen gemacht. Dabei setzt auch er auf die Einbeziehung der Bürger. Als Landrat sieht er sich als Moderator und Ideengeber für Prozesse, die den schrumpfenden Kreis mit seinen zurzeit rund 140 000 Einwohnern voran bringen sollen. Mit seinen plakativen Wahlaussagen "Echt" und "Mitten im Leben" will er sich als zuverlässigen Partner der Bürger ("gestalten statt verwalten") positionieren. Thiel ist verheiratet und Vater von zwei kleinen Kindern.

Bei der vorigen Landratswahl 2004 setzte sich Rudolf Hinsberger in der Stichwahl nur ganz knapp mit 50,2 Prozent der Stimmen gegen die CDU-Kreisvorsitzende und Staatssekretärin Gaby Schäfer durch. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 35 Prozent. Beide Bewerber hoffen, dass am 19. September, an dem in Schiffweiler auch ein neuer Bürgermeister gewählt wird, mehr Bürger an die Urnen gehen. sl

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