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Landtagsparteien sauer wegen Fluglärm

Saarbrücken/Merzig. Der Fluglärm im Saarland soll sich angeblich bereits seit kurzem deutlich reduziert haben. Das sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Saarbrücker Zeitung. Das soll damit zusammenhängen, dass ein Mehrbedarf an Ausbildungsflügen absinke, so das Ministerium. Dieser Mehrbedarf war im Juli angemeldet worden. Die Folgen: Der Übungsluftraum über dem Saarland, die so genannte TRA Lauter, war stärker von Verbänden genutzt worden.

Das Ministerium wollte sich allerdings nicht zu Vorwürfen äußern, wonach das Saarland die am stärksten durch militärischen Fluglärm belastete Region Deutschlands ist. Für Verärgerung im Saarland sorgt eine Antwort aus dem Bundeskanzleramt an den Grünen-Landesvize Klaus Borger, der sich nach gesundheitlichen Gefahren des militärischen Fluglärms erkundigt hatte. Die Antwort aus dem Kanzleramt: „Gesundheitliche Belastungen durch Tiefflüge sind äußerst unwahrscheinlich.“ Am Donnerstag wurde das Thema Fluglärm erneut im Innenausschuss des saarländischen Landtages behandelt.

Die SPD-Abgeordnete Anke Rehlinger (32): „Es ist nicht zu einer substantiellen Verbesserung für die Bürger gekommen. Im Gegenteil. In den letzten Monaten war festzustellen, das die Belastungen aufgrund von verstärkten Übungsflügen angestiegen sind.“ Der CDU-Abgeordnete Günter Heinrich (51) forderte vor allem ein Ende der Übungsflüge über dicht besiedeltem Gebiet. Ziel einer Tagung am 16. Dezember, an der auch amerikanische Offiziere teilnehmen würden, sei es, diese Flüge noch weiter einzuschränken. Der Abgeordnete: „Ohrenbetäubender Fluglärm ist unzumutbar und in einem Land mit einer so hohen Wohndichte wie dem Saarland nicht hinnehmbar.“ szn/aw
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