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Langer Kaufabend hat gezündet

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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St. Ingbert. Copacabana, Cocktails und Sambamusik: Da denkt man schnell an Brasilien. Beinahe die gleichen Gefühle kamen auch bei der dritten Auflage des St. Ingberter „Late- Night-Shopping“ am Freitagabend auf. Die mediterrane Stimmung in der „Dengmerter“ City war durchaus ähnlich. Zieht man Vergleiche zur Premiere 2010, fielen vor allem drei Punkte auf: Es war zum einen wesentlich mehr los in der Stadt. Dazu trug auch das Wetterhoch „Achim“ bei, welches noch am späten Abend – die Geschäfte hatten bis 22 Uhr geöffnet – für heiße Temperaturen sorgte. Doch: Man erinnere sich an die Trostlosigkeit beim ersten Versuch des Stadtmarketings, den Einkaufwütigen die Mischung aus Event und Shoppingvergnügen zu bescheren. Gut Ding will eben Weile haben. Wesentlich mehr Ladenbetreiber machten mit, und die Zahl der Frühschließer war dieses Mal überschaubar. Wer einkaufen wollte, bekam alles: Von Bekleidung über Feinkost bis zum Sonderangebot an Friteusen beim Elektrohändler.

Eines war aber auch dieses Mal mehr als offensichtlich: Es ging zwar nicht nur, aber vor allem auch um Genuss bei diesem Sommernachtstraum. So auch dieses Mal das treffende Motto. Der Traum wurde schnell zur Wirklichkeit. Hochwertiges französisches Brot fand sich in der Kaiserstraße genauso wie edle Liköre und weißer Nougat.

Die Kaufmannschaft und die Gastronomie hatte sich einiges einfallen lassen. Coskun Carakas von der „Café-Stube“ Ecke Kaiser-/Rickertstraße hatte quasi vorm Lokal ein Wohnzimmer aufgebaut: Teppiche und Mobiliar aus seinem Café befanden sich da. Am Eingang zum Café stand ein türkisches Büfett. „Das Angebot ist speziell für den Sommer. Die Stammgäste haben bereits eine Woche vorher bestellt, und nun gibt’s fast keinen Platz mehr“, freute sich der Gastronom.

Männermoden Stegner vollzog die zweite Auflage der „Weißen Nacht“. Alles vor dem Geschäft in der Fußgängerzone war in Weiß getaucht. Von der Tischdecke über die Bekleidung der Mitarbeiter und Besucher. Selbst Sänger Joschi B., der „Musik zum Träumen“ zum Besten gab, war komplett in Weiß zum Auftritt erschienen. Kontrastprogramm hinsichtlich Farbe und Musik hingegen vor der Engelbertskirche: Dort hatte die Orchestergemeinschaft „Musik verbindet“ Oberwürzbach Platz bezogen. Die Musiker traten im schwarzen Outfit auf und hatten an diesem Abend ein Programm, welches mit Oldies und Swing irgendwie an die Leichtigkeit des Seins erinnerte. Es war gar nicht so einfach, sich zu entscheiden, wem man zuhörte.

Immerhin zog immer wieder eine Sambagruppe durch die Straßen. Rio-Feeling, da war doch was. Die Ludwigstraße, seit langem wegen der Leerstände Sorgenkind des St. Ingberter Handels, machte mit original brasilianischer Musik vor dem Lokal „Perplex“ auf sich aufmerksam. „Marcelo Penina“ zog die Besucher in den Bann. Robin Gaube, der am Anfang der Zone unaufhaltsam Ballontierchen herstellte, war auch spät noch gefragt.

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