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Langzeitarbeitslose: Förderprogramm A-Saar bisher erfolgreich

Das Landesprogramm A-Saar, mit dem Langzeitarbeitslose die Chance auf öffentliche Beschäftigung bekommen, hat sich bisher bewährt. Dieses Fazit zog gestern Arbeitsministerin Anke Rehlinger (SPD) bei einem Besuch des Diakonie-Kaufhauses in Völklingen. Das Land unterstützt damit arbeitsmarktpolitische Maßnahmen noch in den nächsten drei Jahren. 15 Millionen Euro stehen insgesamt zur Verfügung. Sie ergänzen nach Angaben Rehlingers die rund drei Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus sonstigen Fördergeldern des Saar- Haushalts. Seit Anfang 2013 wurden mit dem Geld aus dem A-Saar- Programm rund 2450 Arbeitsplätze gefördert, bilanzierte die Ministerin. In rund 100 Projekten seien allein im vergangenen Jahr 92 Vorhaben mit 2155 Arbeitsplätzen unterstützt worden:

 43 Projekte mit 975 Plätzen für Ein- Euro-Jobs. Bei 485 von ihnen war auch eine Qualifizierung der Langzeitarbeitslosen damit verbunden.

 In 29 Projekten wurden 1085 Bürgerarbeitsplätze mitbezahlt. 

In 20 Vorhaben flossen Prämien, wenn Unternehmen einen Langzeitarbeitslosen eingestellt haben.

Ab dem Jahr 2015 gibt es für das Landesprogramm allerdings Probleme. Vor allem die wegfallende Bürgerarbeit, die es ab dem kommenden Jahr nicht mehr geben soll, macht Sorge. „Das bedeutet, dass viele Langzeitarbeitslose dann wieder ohne Perspektive dastehen“, kritisierte der zuständige Abteilungsleiter im Ministerium, Lothar Gretsch. Vor allem im Saarland sei die Anzahl der Bürgerarbeitsplätze mir rund 1500 sehr hoch.

Derzeit wird nach Angaben der Experten an neuen Maßnahmen gearbeitet. Große Hoffnungen setzen sie dabei auf ein neues Programm, das aus Bundesmitteln des ESF gespeist werden soll.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) soll das Geld dazu reichen, rund 30 000 Langzeitarbeitslosen in öffentlich geförderte Beschäftigung zu bringen, erläuterte Gretsch, der im BAVerwaltungsrat sitzt.

Die Ministerin setzt sich „weiter dafür ein, dass das Saarland eine Modellregion für den sogenannten Passiv-Aktiv- Transfer wird“. Dahinter steckt der Gedanke, dass das Arbeitslosengeld II und die Kosten der Unterkunft, die Hartz IV-Empfängern sowieso zustehen, zusammen mit Eingliederungsmitteln dafür genutzt werden sollen, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für Langzeitarbeitslose zu finanzieren. Dieser Vorschlag werde im zuständigen Bundesarbeitsministerium „intensiv geprüft“, sagte Rehlinger.

„Es wird immer Menschen geben, die am ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben“, meinte Udo Blank, Sprecher der Geschäftsführung beim Diakonischen Werk. Allein im Diakonie-Kaufhaus „erhalten 100 langzeitarbeitslose Menschen eine sinnstiftende und ihren Fähigkeiten angepasste Beschäftigung und Qualifizierung“.

Viele von ihnen hätten später auch wieder gute Chancen am ersten Arbeitsmarkt. Nach Angaben des Ministeriums sind das auf Landesebene bis zu 45 Prozent. Der öffentlich geförderte Arbeitsmarkt sei keine Einbahnstraße.

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