L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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„Last Minute“-Nikoläuse sind im Saarland rar

Traditionell füllt der Nikolaus am Vorabend des 6. Dezember Schuhe mit Süßigkeiten und verteilt kleine Geschenke. Wer nicht selbst in ein traditionelles Kostüm des Bischofs schlüpfen möchte, mietet sich jemanden, der den Job übernimmt – über Vereine, das Internet oder Jobvermittlungen. Kurzfristige Bestellungen sind allerdings schwierig. Denn nur noch vereinzelt können im Saarland Last-Minute-Nikoläuse für private Besuche oder Weihnachtsfeiern gebucht werden. Die meisten Vermittler sind restlos ausgebucht, die Routen für die Nikoläuse festgelegt.

So auch beim gemeinnützigen Verein „Ein Weihnachtsmann für Jedermann“ in Saarbrücken. „Für den 6. Dezember stehen kaum noch Nikoläuse zur Verfügung, außer die Kunden können auch vormittags“, sagt Stefan Eckert, Gründer des Vereins. Die Jobvermittlung für Studenten auf dem Campus der Universität des Saarlandes in Saarbrücken meldet eine verschwindend geringe Nachfrage nach Nikoläusen. Zudem würden sich nur noch wenige Studenten melden, die in die Rolle des Bischofs schlüpfen wollen, sagt Inge Huber von der Jobvermittlung am Campus. Kämen doch noch Bestellungen, so werde auf eine altbewährte Liste zurückgegriffen.

Von einer geringen Nachfrage kann bei der Freiwilligen Feuerwehr Burbach keine Rede sein. Etwa 40 Feuerwehrleute besuchen als Nikoläuse verkleidet Altenheime und Schulen in Burbach und Neunkirchen. Obwohl das Verbreitungsgebiet der Nikoläuse vergrößert wurde, seien keine Feuerwehrleute mehr frei, teilt der Jugendwart Pascal Sahm mit. Da einige Buchungen im vergangenen Jahr zu spät eingegangen seien, hätten viele bereits vor sechs Wochen angefragt.

Gute Chancen, noch einen Besuch vom Nikolaus abgestattet zu bekommen, haben Menschen aus dem Raum Merzig. „Beim Verein Kolpingsfamilie Merzig werden bis zum 3. Dezember Anfragen entgegen genommen“, sagt Karin Hans, Vorsitzende des Vereins. Einer ihrer vier ehrenamtlichen Helfer ist Fred Riplinger. Der 82-Jährige spielt seit mehr als 20 Jahren einmal im Jahr den Nikolaus. Zehn bis 15 Minuten Zeit nehme er sich pro Auftritt. „Wir legen Wert darauf, dass wir als traditionelle Nikoläuse auftreten – mit Mitra auf dem Kopf und im Bischofsgewand“, so Riplinger.
Alternativ zum gemieteten Nikolaus können Eltern mit ihren Kindern am 6. Dezember den Nikolausmarkt in St. Nikolaus im Warndt besuchen. Ab 16 Uhr liest hier der Nikolaus Weihnachtsgeschichten vor, das Nikolaus- und Sonderpostamt öffnen an diesem Tag ebenfalls die Pforten.
 
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