L365 Weiskirchen Richtung Nonnweiler Sitzerath Gefahr durch defektes Fahrzeug L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (08:29)

Priorität: Sehr dringend

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Lastwagen auf der Halde Maybach

Auf Sulzbacher Bann bleibt die Halde Maybach unberührt, versichert das Unternehmen RAG. Foto: Becker & Bredel</p>

Auf Sulzbacher Bann bleibt die Halde Maybach unberührt, versichert das Unternehmen RAG. Foto: Becker & Bredel

Was derzeit auf der Halde Maybach geschieht, erinnert viele Bürger unweigerlich an die schlimmsten Zeiten, einige Anrufe aus Hühnerfeld erreichten diesbezüglich in den vergangenen Tagen die SZ-Redaktion. Denn im Sulzbacher Stadtteil sind die Aktivitäten deutlich sichtbar – wenngleich der Bergbau-Hügel überwiegend auf der Gemarkung der Stadt Friedrichsthal in Maybach liegt.

Noch nicht all zu lange ist es her, da herrschte dort oben Hochbetrieb – bis zum Februar 2008. Reger Lkw-Verkehr bahnte sich unüberhörbar seinen Weg. Vom frühen Morgen an bis gegen 22 Uhr wälzten sich die Fahrzeuge ohne Unterlass aufs Plateau, zeitweise waren 30 dicke Brummis auf der Fläche zugange. Laut dem damaligen Unternehmen DSK waren täglich 450 Lastwagen von Ensdorf hierher unterwegs. Sie transportierten 1000 Tonnen Bergematerial, bestehend aus Schlamm und auch aus festem Material (SZ vom 15. April 2004). Und luden ab – ohne Rücksicht auf Verluste. Zwei riesige Baumaschinen taten ein Übriges: Sie verteilten die Fracht und verdichteten sie. Die Hühnerfelder haben das und die damit einhergehenden Belästigungen – Lärm, Gestank und Dreck – bis heute nicht vergessen. Und sind jetzt regelrecht elektrisiert. Sie erinnern sich vor allem auch an eine denkwürdige Sitzung vor dreieinhalb Jahren. Damals hatte der Bauausschuss des Sulzbacher Stadtrates die Pläne der RAG Montan Immobilien GmbH rundweg abgelehnt, am Südhang der Halde, also in Richtung Hühnerfeld, einen Solarpark zu errichten.

Gegen eine solche Fotovoltaik-Anlage hatten die Bürger seinerzeit vehement gekämpft. Unter anderem bei einer Informationsveranstaltung im Martin-Luther-Haus ging es richtig rund. Männer und Frauen, die befürchteten, die Solarmodule ständig direkt vor der Nase zu haben, verteidigten den natürlichen Bewuchs, der mittlerweile die Halde ziert. Grüne Aussichten statt einer dunklen Wand – das war die Forderung der Betroffenen.

Aktuell drängt sich die Frage auf: Wird nun, quasi durch die Hintertür, dieser Solarpark doch noch gebaut? Und sind deshalb die Lastwagen auf dem Hügel unterwegs? RAG-Sprecherin Traudel König versichert, dass dies nicht der Fall sei. Es werde dort oben auch gar nichts abgeladen. Vielmehr seien gerade die vorbereitenden Arbeiten für die Haldensanierung im Gange, der erste Spatenstich erfolge in Kürze. Denn auf Friedrichsthaler Bann soll ein Gewerbegebiet entstehen und eben auch ein Solarpark (wir berichteten). Der Friedrichsthaler Stadtrat hatte diesen Vorhaben seinerzeit zugestimmt. Die Sanierung selbst umfasst laut König die Entwässerung und eine teilweise Abflachung des Haldenkörpers.

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