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Laufschuhe raus: Hier finden 2014 noch Laufveranstaltungen statt

„Wenn ihr glaubt, dass euch eine Strecke schon mal alles abverlangt hat, dann werdet ihr eines besseren belehrt“, verspricht der SV Heckendalheim für den 3. „Heggestorze“-Biosphären-Crosslauf am 28. September. Gegenüber den ersten Austragungen soll der Kurs des Landschaftslaufes diesmal noch härter und anspruchsvoller ausfallen. Die Heckendalheimer liegen mit solch einem „Event“-Angebot im Trend. Denn eine vorwiegend junge, zum Großteil akademische Läuferschar, die von den klassischen Straßenläufen gelangweilt ist, findet hier Gelegenheit, sich in einem abwechslungsreichen Wettstreit zu beweisen. Eine vergleichbare Veranstaltung bietet das LAZ Saarbrücken eine Woche später – allerdings nicht in der Natur, sondern in der Landeshauptstadt: eingebunden in einen verkaufsoffenen Sonntag, sprinten Jung und Alt über künstliche Hindernisse im Stadtdschungel – mit das Modernste und dank Sponsoren auch Aufwendigste, was die Szene zu bieten hat.

Was vor einigen Jahren noch etwas verschämt begann, wird immer offener herausgestellt: Volks- und Straßenläufe tragen den Namen eines Titelsponsors, der sich seine Unterstützung damit nach außen dokumentieren lässt. Von den 50 saarländischen Läufen im zweiten Halbjahr sind es bereits 15 mit einem Firmennamen. Vielen Traditionalisten des Laufsports gefällt diese „Kommerzialisierung“ nicht, andererseits sind die Geldspritzen der Sponsoren mancherorts nötig, um die Laufveranstaltungen überhaupt in der gewohnten Qualität aufrecht zu erhalten. Denn überall steigen die Kosten und der Aufwand bei der Organisation – sowie die Ansprüche des Publikums –, während die Zahl der freiwilligen Helfer eher sinkt. Die Vereine zögern damit, die Startgelder zu erhöhen, weil sie zurückgehende Teilnehmerzahlen befürchten. Wie jüngste Erfahrungen in Wadern und Lebach zeigen, sind aber acht bis zehn Euro durchsetzbar, wenn die Gegenleistung in Form von Geschenken und Unterhaltung stimmt.

Auch wer kein Geld für Startnummer und Urkunde ausgeben möchte, kann im Saarland fast jede Woche zu einem Lauf antreten: Die so genannten Freundschaftsläufe, eine im St. Wendeler Land erfundene Spezialität, sind startgeldfrei. Hier wird in diversen Leistungsgruppen eine Stunde gelaufen, danach ist Beisammensein bei Bier und Wurst, Kaffee und Kuchen. Für Anfänger sind solche Veranstaltungen ideal.

Wer Wettkampfatmosphäre vorzieht, hat im zweiten Halbjahr reichlich Gelegenheiten, vom Fünf-Kilometer-Mittelpunkt-Lauf in Eppelborn-Habach (11. Juli) über den Heiligabend-Marathon am Bärenfels bis zum Saarbrücker Silvesterlauf (28. Dezember), bei dem er afrikanischen Spitzenläufern zum Jahresende noch schnell abgucken kann, wie man elegant und schnell rennt.

Saarbrücken hat zwar keinen Marathon mehr, dafür aber noch den Gourmet-Halbmarathon am 21. September. Der einzige Straßen-Marathon (mit Saarlandmeisterschaft) des zweiten Halbjahres ist am 7. September in Merzig/Saarschleife. Bei den Wohltätigkeits-Bahnläufen in Lebach (23. August) und St. Ingbert (13./14. September) besteht die seltene Gelegenheit, bei voller Verpflegung bis zu zwölf oder gar 24 Stunden zu laufen – und die Erfahrung zu machen, das das in Gemeinschaft mit Hunderten anderen nicht langweilig ist.

Die unangefochten größte Laufveranstaltung des Saarlandes bleibt der Wochenspiegel-Firmenlauf in Dillingen, diesmal am 17. Juli. Hier kommen stetig über 10 000 Menschen ins Ziel, bei allen saarländischen Läufen sind es insgesamt etwa 40 000. Das zeigt die Dimension dieser Großveranstaltung.

Bei der Zusammenstellung der Tabelle haben wir größtmögliche Sorgfalt walten lassen. Dennoch kann es zu Änderungen und Absagen kommen. Vor einem Start empfiehlt sich eine Vergewisserung.

Eine Übersicht aller Lauftermine gibt es hier zum Download:

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