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Lebacher Killer kommt in Psychiatrie

Die Witwe war im Februar 2007 in ihrem Blut liegend tot in ihrer Wohnung gefunden worden: Über 50Stichverletzungen wies ihr Körper auf. Mit einem Elektromesser waren ihr die Sehnen an Armen und Beinen durchtrennt worden. Der Verdacht fiel auf ihren Sohn, einen an einer vererbten Hirnschädigung leidenden Frührentner. Wenige Tage nach der Tat war dieser völlig verwahrlost in einem Wald bei Hermeskeil gefunden und in die Forensik gebracht worden.

Die Tat hatte Ulrich L. gestanden. Er sei ausgerastet. Der Angeklagte: „Ich wollte sie bewegungsunfähig machen. Sie sollte fühlen, wie das ist, wenn man sich nicht richtig bewegen kann. So wie bei mir.“ Aber warum kam es zu dem Ausbruch des eigentlich ruhigen Angeklagten, der nur langsam und wie in Zeitlupe geht und redet? Vor Gericht wurde dies so erklärt: Die Tat sei nur zu verstehen vor dem Hintergrund der Beziehung zwischen Mutter und Sohn einerseits und der schweren Erkrankung des Mannes anderseits. Er leide unter einer nicht heilbaren „Neuroredekuktion“, bei der Nervenzellen im Gehirn absterben. Seit etwa 20 Jahren würden dadurch Teile seiner Bewegungsfähigkeit Stück für Stück eingeschränkt. Außerdem reduziere sich nach und nach seine Intelligenz.

Die Witwe habe sich über Jahre um den Sohn gekümmert, sich um ihn gesorgt und versucht, ihn zu mehr Bewegung oder zur Kontaktaufnahme zu anderen zu animieren. Der Sohn habe das immer mehr als Einmischung in sein Leben verstanden. Das Ganze sei immer schlimmer geworden: Über Nichtigkeiten hätten sich die beiden immer heftiger gestritten. Dabei habe sich der Angeklagte (auch) in Folge einer Krankheit immer weniger im Griff gehabt. szn/up

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