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Leiche im Kofferraum: War es ein kaltblütiger Auftragsmord?

Symbolfoto.

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Die Leiche des 61-Jährigen war im Sommer 2013 im Kofferraum seines Wagens auf einem Parkplatz in Rehlingen-Siersburg gefunden worden. Der Computerfachmann war erschossen worden.

Ein 45 Jahre alter Handwerker gab später zu, die tödlichen Schüsse abgefeuert zu haben. Den Auftrag dazu habe er von einer 56 Jahre alten Versicherungsmaklerin erhalten, die angeblich Schulden beim Tatopfer hatte. Als Lohn für die tödlichen Schüsse habe er einen fast neuen Geländewagen der Firma Mazda bekommen, so der Inhaber eines Hausmeisterservice. Er wurde daraufhin im Januar 2014 vom Landgericht als Kronzeuge eingestuft und zu zwölf Jahren Gefängnis wegen Mordes verurteilt. Gegen seine angebliche Auftraggeberin wurde eine lebenslange Haftstrafe verhängt.

Die Frau hatte von Anfang an eine Beteiligung am gewaltsamen Tod von Peter P. bestritten. Sie legte Revision zum Bundesgerichtshof ein und bekam dort Recht. Ihre Verurteilung wegen Anstiftung zum Mord wurde aufgehoben, weil den Bundesrichtern die Beweiswürdigung zur angeblichen Beteiligung der Frau zu knapp bemessen war. Bestätigt wurde aber die Verurteilung des Todesschützen wegen Mordes.

Damit muss nun vor dem Landgericht in anderer Besetzung erneut nur noch über Schuld oder Unschuld der Maklerin verhandelt werden. Deren Anwälte setzen auf Freispruch. Aus ihrer Sicht hat der Todesschütze die Tat aus eigenem Antrieb verübt – weil er selbst Schulden beim Tatopfer hatte oder weil er Streit mit ihm bekam. Der neue Prozess soll bis Ende Februar dauern.
 
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