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Letzte Aufbauarbeiten fürs Rocco del Schlacko

Etwa 30 000 Musikfans werden beim Rocco el Schlacko auf dem Köllerbacher Sauwasen erwartet.

Etwa 30 000 Musikfans werden beim Rocco el Schlacko auf dem Köllerbacher Sauwasen erwartet.



Köllerbach. Wenn man über Rocco del Schlacko schreibt, kann man getrost die Anführungszeichen weglassen. Das größte Rockfestival an der Saar, ja das größte bis zu Rock am Ring, ist inzwischen tief in den Sprachgebrauch, zumindest des jüngeren Teils der Bevölkerung, eingedrungen. Der August ist die Rocco-Del- Schlacko-Zeit, wenn die Felder rings um den Sauwasen bei Köllerbach abgeerntet sind und als Camping- und Parkflächen zur Verfügung stehen. 20 Hektar haben die Helfer bereits eingezäunt, „neun Kilometer Zaun“, sagt wie aus der Pistole geschossen Festivalmitbegründer Thilo Ziegler, der auch Geschäftsführer des Veranstalters „Presented for People GmbH“ ist. Zum 14. Mal wird am kommenden Wochenende der Rocco del Schlacko über die rund 500 Quadratmeter große Bühne gehen. Aus einer Bierlaune heraus sei das Festival entstanden, deshalb auch der irre Name, erinnert sich der heute 32-jährige Ziegler an die Anfangszeit.

Ein paar hundert Leute seien es damals gewesen, Ende der 90er. Jetzt kommen zusammen 30 000 an den beiden Haupttagen. Die Organisation und Logistik dieser Party der Superlative erfordert immense Anstrengungen und viel Geld. Rund 1,5 Millionen Euro wird der Veranstalter am Ende, einschließlich der Band-Gagen, investiert haben. 1000 Helfer arbeiten an dem Projekt mit. Zuvor wurden sie in einem eigenen Trainee-Programm auf ihre Aufgaben vorbereitet. Strom? Kein Problem, kommt aus der Steckdose, bei Rocco sind es 800 Kilovoltampere (kva). Für Wasser sorgen 100 Kubikmeter fassende Brauchwassertanks, die aus dem Leitungsnetz immer wieder nachfüllbar sind. Und ein eigenes Abwassersystem entsorgt das, was am Ende übrigbleibt.

Derweil stapeln sich auf dem Festivalgelände Zaunelemente, Kühltruhen, Paletten, Gabelstapler befördern Baumaterial von einer Seite zur andern, es wird gesägt, gebohrt, gehämmert und mitten drin kurven Lieferanten- und Technikerfahrzeuge. Ganz wichtig ist auch der Gastronomie-Bereich. Den haben Felix Müller und Marc Schmidt unter sich. Die beiden sind mit Rocco Del Schlacko groß geworden, zählen zum Kernteam um Thilo Ziegler. Müller und Schmidt, im richtigen Leben Student und Maschinenbauer, dirigieren 200 Mitarbeiter. Zurzeit ist das Team mit dem Aufbau der vielen Theken und der Installation der Leitungen befasst. „Ist alles zwar Routine, schon x-mal gemacht“, sagt Felix Müller, dennoch müsse man hoch konzentriert arbeiten. Auch Ziegler zeigt nach 13 Jahren Rocco del Schlacko keine Ermüdungserscheinungen, im Gegenteil. Wenn man den Chef auf dem Gelände beobachtet, kann man getrost annehmen, dass er alles im Griff hat.


STICHWORT

Los geht’s schon am morgigen Donnerstag auf der kleineren Ponyhof-Bühne am Campingplatz. Dort treten ab 21 Uhr die Bands Bratze und Supershirt auf. Die Haupt- Tage sind aber am Freitag und am Samstag, wenn auf der Hauptbühne (und in der Nacht auch am Ponyhof) gespielt wird. Am Sauwasen geht es dann um 14.15 beziehungsweise um 13.20 Uhr los, die bekanntesten Bands spielen natürlich am Abend. Mit dabei sind unter anderem die Bands Korn, Beatsteaks, Social Distortion, The Wombats, Boystesfire, Kraftclub, Donots, Casper, und Jennifer Rostock. Wer allerdings jetzt noch Karten möchte, wird’s schwer haben. Rocco Del Schlacko 2012 ist praktisch ausverkauft. eng

„Wir sind gut vorbereitet“

Von SZ-Redakteur Marco Reuther

Die Polizei wird beim Rocco del Schlacko Präsenz zeigen und auch als Ansprechpartner bereit stehen. Ein neues Verkehrskonzept soll Rückstaus der Anreisenden bis auf die Autobahn verhindern.

Heusweiler/Püttlingen. Drei Tage Rocco del Schlacko mit insgesamt etwa 35 000 Besuchern – allein diese für Köllertaler Verhältnisse gigantische Zahl (das Köllertal hat etwa 54 000 Einwohner) macht es notwendig, dass die Polizei vor Ort ist und sich auch um den Straßenverkehr im Umfeld des Großereignisses kümmert. In den vergangenen Jahren kam es beim Rocco kaum zu nennenswerten Zwischenfällen – zumal wenn man bedenkt, dass tausende junge Leute in Feierlaune zusammengekommen sind und auch eine Menge Alkohol konsumiert wurde. Aber trotz dieser relativen Friedlichkeit wird die Polizei natürlich Präsenz zeigen, erfuhren wir auf Anfrage von der Polizeiinspektion (PI) Köllertal in Heusweiler, der wieder die Koordination der Polizeiarbeit im Rokko-Umfeld anvertraut wurde. So schildert der Köllertaler Polizeichef Wolfgang Schäfer, dass eine mobile Polizeiwache („Sonderwache“) in einem Container auf dem Rokko-Gelände platziert wird, ganz bewusst mit einer Theke davor, um zu signalisieren: Hier steht die Polizei als Ansprechpartner bereit.

„Die Leute können jederzeit mit Fragen zu uns kommen“, sagt Polizeikommissar Christian Zimmer, der in die Organisation der „Rocco-Polizeiarbeit“ eingebunden ist und auch selbst vor Ort sein wird. Natürlich werden auch Polizeibeamte Streife auf dem Festgelände gehen, und besonders wichtig ist für Schäfer auch, dass außerhalb des Geländes Beamte zur Regelung des Verkehrs eingesetzt sind. Zudem gibt es Neuerungen im Konzept der Verkehrsführung, da es vergangenes Jahr wegen der massenhaften Anfahrt zu den Parkplätzen Rückstaus bis auf die Autobahn 8 gegeben hatte. Vorsorglich wird daher noch zusätzlich eigens für den Rocco die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn 8 im Bereich der Fest-Zufahrten auf 80 Stundenkilometer abgesenkt (Bericht folgt). Neben der PI Köllerbach sind auch benachbarte Polizeiinspektionen, die Verkehrspolizei und die Bereitschaftspolizei im Einsatz.

Und es ist kein Geheimnis, wenn man verrät, dass sich einige insbesondere jüngere Polizeibeamte schon im Vorfeld gerne bereit erklären, Dienst beim Rokko zu übernehmen, „ich gehe auch gerne hin“, bekennt Christian Zimmer. Wolfgang Schäfer erklärt: „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre lassen hoffen, dass wieder alles gut ablaufen wird. – Es ist ein Festival zum Feiern mit friedlichem Charakter. Aber bei so vielen Menschen kann es natürlich zu Vorfällen kommen. Daher sind wir auf jeden Fall gut vorbereitet.“

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