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Letzter Bluesrock am Saarbrücker Schloss

Die Sunday Castle All Star Band beim Solidaritätskonzert für die Veranstaltungsreihe ,, Sonntags ans Schloss

Die Sunday Castle All Star Band beim Solidaritätskonzert für die Veranstaltungsreihe ,, Sonntags ans Schloss".

Saarbrücken. „Sonntags ans Schloss“ biegt in die Zielgerade. Am Wochenende ist Schluss. „Sehr gut gelaufen“ sei die Saison, sagt Claude Adam-Brettar. Er ist beim Regionalverband künstlerischer Leiter des Kulturforums. Das Wetter sei nicht immer gut gewesen. Aber: „Wir haben ein tolles Publikum, das uns, mit Regenschirmen bewaffnet, die Treue hält.“ Und so hofft Adam-Brettar, dass seine Umsonst-und-draußen-Reihe weitergeht und „die nächsten 20 Jahre übersteht“.

Gut gefüllt war der Schlossgarten auch vorgestern beim Abendgastspiel von The Great Bertholinis. Der Name riecht nach Manege. Tatsächlich kreuzte schon mal ein waschechter Zirkusmarsch auf, und das Team entließ bunte Seifenblasen in den Bühnenhimmel. Insgesamt hatte die Musik der Bertholinis etwas von einem großen Potpourri, kam durchaus theatralisch daher und sträubte sich erfolgreich gegen jede Katalogisierung, wobei es an Stil-Zitaten nicht mangelte. Wirklich rockig marschierte das achtköpfige Ensemble selten, beliebter waren Polka-, Walzer- und Marschrhythmen mit Osteuropa-Flair. Werbewirksamen Gerüchten zufolge entstammten die Altvorderen der Musikanten der ungarischen Puszta. An Paprika fehlte es denn auch nicht. Eintönigkeit war schon wegen des bunten Instrumentariums – inklusive dreiköpfigem Gebläse, Banjo und Steel-Gitarre – unmöglich. Mal ertönte ein Song in einem Arrangement à la Kurt Weill. Nicht selten glaubte man einem ausgewachsenen Salonorchester zu lauschen.

Dennoch: Wer tanzen wollte, dem stellten die Franken mit kniffligen Stolpertakten ein Bein. Klangfarben en masse, auch an der Gesangsfront: Erdig raue Stimmen gab's ebenso wie smartes Britpop-Timbre. Und wem nicht jedes Lied und jedes Detail gefiel, der fand aufgrund der abwechslungsreichen Dramaturgie zwischen Melancholie und Übermut und dank allerlei hörenswerter Melodien und Refrains persönliche Bonbons. Das entzückte Publikum erklatschte Zugaben.

Das Abschlussprogramm am Sonntag, 30. August: Bluesrock mit Fatman (11 Uhr), Liedertheater mit Eddi Zauberfinger (15 Uhr) und Pop mit Thomas Blug Band (18 Uhr).  Stefan Uhrmacher 
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