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Leukämie: Wer will dieser Saarländerin helfen?

Hofft auf Hilfe: Petra Stuppy-Hunold.

Hofft auf Hilfe: Petra Stuppy-Hunold.

Quierschied. Der Tag, an dem sich das Leben von Petra Stuppy- Hunold und ihrer Familie entscheidend verändern sollte, war ein Mittwoch. Genauer gesagt: der 1. Juni 2011. Weil ihre Blutwerte bei einer vorangegangenen Untersuchung nicht in Ordnung waren, musste Petra an diesem Tag zu einem Termin in eine hämatologische Praxis in Saarbrücken. Als ihr von einem Arzt die Diagnose mitgeteilt wurde, traf es sie „wie ein Hammerschlag“. Die 44 Jahre alte Mutter von drei Kindern im Alter zwischen 13 und 18 Jahren hat Leukämie. Am kommenden Samstag, 13. August, findet in der Fischbachhalle in Fischbach-Camphausen zwischen 10 und 16 Uhr eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) für Petra statt. Dort hat jeder die Möglichkeit, Petra und anderen Leukämie- Erkrankten zu helfen – sei es mit einer Blutentnahme zur Typisierung oder mit einer Geldspende an die DKMS (siehe Hintergrund).

Mit den Worten „Ich würde Ihnen gerne etwas anderes sagen. Aber es ist Leukämie“, riss der Arzt Petra Stuppy-Hunold damals aus ihren Lebensplänen. „Ich dachte: Das kann nicht sein. Nicht ich. Nicht jetzt“, erinnert sich Petra an den bisher schwersten Moment ihres Lebens. Wenige Stunden später fand sie sich noch am selben Tag in der Homburger Universitätsklinik wieder, wo sie auch heute noch stationär behandelt wird. „Momentan geht es mir den Umständen entsprechend gut“, sagte Petra Anfang des Monats und erklärte: „Solch eine Therapie ist ein ständiges Auf und Ab, und man muss lernen, damit umzugehen.“

Bisher hat sie zwei Chemotherapie- Zyklen hinter sich. Ein Zyklus dauert sieben Tage, an denen Petras Körper rund um die Uhr über einen zentralen Venenkatheter am Hals Chemo- und andere Medikamente zugeführt werden. Einem Zyklus folgen drei Wochen Regeneration, in der das durch die Therapie zerstörte Knochenmark und damit das Immunsystem „auf Null runtergefahren wurden“, wie Petra es beschreibt. Von den üblichen Nebenwirkungen – wie Haarausfall, Müdigkeit oder Entzündungen der Schleimhäute – abgesehen ist ihr Körper in dieser Phase anfällig für Infekte.

„Meine Hoffnung ist sehr groß. Ich bin voll optimistisch, dass alles gut wird und ich hoffentlich noch in diesem Jahr das Krankenhaus geheilt entlassen kann“, sagt Petra kämpferisch und ergänzt lächelnd: „Die Frage ist halt nur, wie lange es dauert. Geduld war noch nie meine große Stärke . . .“

Wenige Tage nach dieser Äußerung wurde ihr das Ergebnis der jüngsten Untersuchung mitgeteilt. Schlechte Zellen sind immer noch vorhanden, sodass sie einen dritten – und dieses Mal noch härteten – Chemo- Zyklus auf sich nehmen muss. „Das reißt einen natürlich wieder ziemlich runter“, sagt Petra enttäuscht: „Jetzt heißt es wieder einen Monat Chemo und dann wieder hoffen. Das ist schon sehr belastend, aber da muss ich durch . . .“

Noch etwas will Petra noch etwas loswerden: „Ich möchte mich auf diesem Weg bei den Initiatoren der Aktion – allen voran meiner Freundin Rita Schlicker – , allen Helfern, Geldspendern und allen Menschen, die sich typisieren lassen, bedanken. Nur durch solche Aktionen kann Leuten wie mir, die an Leukämie erkrankt sind, geholfen werden.“

Hintergrund


Petra Stuppy-Hunold kann diese schwere Blutkrebs-Erkrankung nur überleben, wenn es einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zu einer Stammzellen-Spende bereit ist. An der Typisierungsaktion am kommenden Samstag kann grundsätzlich jeder im Alter zwischen 17 und 55 Jahren teilnehmen, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Dem Spender werden lediglich fünf Milliliter Blut abgenommen, welches dann auf seine Gewebemerkmale untersucht wird. zen

:: dkms.de

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