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Lina Schiffer hat mit den Royals noch viel vor

 Saarlouis. Ungewohnt entspannt sitzt Lina Schiffer in einem Saarlouiser Café und rührt ihren Milchkaffee um. Sonst sieht man die Flügelspielerin des Basketball-Bundesligisten Saarlouis Royals eher ein wenig hektisch durch die Stadt oder die Stadtgartenhalle brausen. Was daran liegt, dass die 20-Jährige aus Opladen normalerweise mit ihrem Studium und dem Training weitgehend ausgelastet ist. Im dritten Semester studiert sie Biologie mit den Schwerpunkten in Human- und Molekularbiologie. Ein hartes Programm, wenn man dann auch noch auf Bundesliga-Niveau Basketball spielen will. „Es gab schon Wochen, da hieß es morgens ab 8 Uhr in die Vorlesungen, mittags zum Praktikum, abends ins Training, danach lernen und vorbereiten, irgendwann ins Bett und am nächsten Tag wieder von vorne“, erzählt sie. „Da war quasi jede Minute verplant.“

Jetzt sind Semesterferien, und diese vorlesungsfreie Zeit genießt sie richtig. „Die Doppelbelastung sonst ist okay, ich habe es mir ja auch so ausgesucht. Aber zurzeit spüre ich schon etwas Erleichterung. Man hat einfach mal ein klein wenig Zeit für andere Dinge“, sagt Schiffer, die sich nun wieder voll auf Basketball konzentrieren kann. „Obwohl“, schiebt sie dann nach und schmunzelt: „Zwei Mal am Tag auf diesem Niveau zu trainieren, ist auch nicht ohne.“ Aber das alles nimmt sie gerne auf sich, denn Schiffer hat mit den Royals in dieser Saison noch viel vor. Der Pokalsieg und die Meisterschaft sollen es sein – nicht weniger. „Wir wissen, dass uns niemand stoppen kann, wenn wir unser Potenzial abrufen. Und zuletzt konnten wir das bis auf eine Ausnahme auch relativ konstant“, meint Schiffer rückblickend. „Und da wir zurzeit wegen der Semesterferien mehr Spielerinnen im Training haben, werden wir uns in den kommenden Wochen weiter verbessern.“

Das sind ungewohnt deutliche Worte von einer Spielerin, die sich sonst eher zurückhaltend gibt. Doch die Aussagen zeugen von Selbstbewusstsein, das sich auf dem Spielfeld bemerkbar macht. Heimlich, still und leise hat sich Lina Schiffer in ihrem zweiten Jahr in Saarlouis in die Stammformation gespielt, gehört zu den Leistungsträgerinnen. Mittlerweile erzielt sie knapp zehn Punkte pro Partie, gegen Donau/Ries war sie mit 19 Zählern sogar beste Werferin der gesamten Mannschaft. „Ich überlege nicht mehr so viel“, erklärt sie ihre Leistungsexplosion. „Ich sehe Basketball etwas gelassener. Im ersten Jahr hier war ich oft nervös und etwas übermotiviert. Jetzt fühle ich mich hier zuhause und angekommen. Es überrascht mich zwar, dass dieser Schritt ausgerechnet in einer Zeit kam, in der ich wegen der Uni weniger trainiert habe als sonst. Aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg.“ Sascha Sprenger 
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