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Lisa Schorr läuft so schnell wie nie zuvor

Sprinterin Lisa Schorr hat bei der Leichtathletik-DM in Ulm aus saarländischer Sicht für die größte Überraschung gesorgt. 11,34 Sekunden über 100 Meter bedeuteten Platz drei und einen neuen Saarlandrekord.

Von SZ-Mitarbeiterin Stefanie Marsch

Ulm. Immer wieder musste sich Lisa Schorr die Tränen unter den Augen wegwischen. "Das ist der glücklichste Tag meines Sportlerlebens", stammelte sie fassungslos. Gerade hatte die Sprinterin vom SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken mit Verena Sailer und Marion Wagner eine Ehrenrunde durch das Donaustadion in Ulm gedreht. Die drei schnellsten Frauen Deutschlands - und Lisa Schorr gehört dazu. In neuer saarländischer Rekordzeit von 11,34 Sekunden stürmte sie bei den Deutschen Meisterschaften auf Platz drei - und gleichzeitig ihrem Traum von der Teilnamhe an den Weltmeisterschaften in Berlin ein Stück näher.
Die 100-Meter-Konkurrenz der Frauen gehörte zu den Höhepunkten des ersten Wettkampftages. Siegerin Verena Sailer und die Zweitplatzierte Marion Wagner knackten die WM-Norm von 11,30 Sekunden und setzten sich mit 11,18 und 11,24 Sekunden an die Spitze der europäischen Jahresbestenliste. Auch Lisa Schorr, die ihre Bestzeit bereits im Vorlauf auf 11,39 verbessert hatte, ist jetzt ganz nah dran an der Norm. "Ich habe Blut geleckt. Jetzt will ich nach Berlin", machte sie ihre Kampfansage. Bei der DLV-Gala in Bochum-Wattenscheid Anfang August will sie ihre Zeit noch einmal toppen.

Während Lisa Schorr Freudentränen vergießen konnte, erlebte ihr Vereins- und Trainingskamerad Simon Kirch eine herbe Enttäuschung. Über 400 Meter schied der Deutsche Meister des Vorjahres in 46,91 Sekunden bereits im Vorlauf aus. "Mir fehlt in diesem Jahr einfach die Form. Langsam bin ich wirklich verzweifelt", sagte der 29-Jährige.

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