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Live-Scan prüft Verdächtige in Minuten

Saarbrücken/Saarlouis. Darunter sind etwa 2000 Opfer oder Zeugen von Straftaten. Oft haben die Polizisten aber auch Leute vor sich sitzen, an deren Identität sie ernsthafte Zweifel haben. Gelegentlich treffen die Ermittler auch Zeitgenossen, die absolut keine Angaben zu ihrer Person machen wollen. Fingerabdrücke müssen dann nach einem Abgleich mit den Datenbanken des Bundeskriminalamtes (BKA) zu den echten Personalien und möglichen Alias-Namen führen. Gleichzeitig kann geklärt werden, ob die Person zur Fahndung ausgeschrieben ist.
 
In der Vergangenheit dauerte eine solche Abfrage – in den BKA-Datenbanken sind Fingerabdrücke von rund 3,5 Millionen Personen gespeichert – mitunter Tage. Künftig wird der Beamte innerhalb weniger Minuten mittels modernster Scan-Technik wissen, mit wem er es zu tun hat. Per Mausklick werden Treffer in der BKA-Datei abgefragt. Rund 500 000 Euro investiert die Saar-Polizei in die so genannte Live-Scan-Technologie. Die alte Druckerschwärze, mit deren Hilfe bisher Fingerabdrücke mühsam auf Papier gebracht wurden, hat damit ausgedient. Innenstaatssekretär Gerhard Müllenbach stellte gestern bei der Kriminalpolizeiinspektion (KPI) in Saarbrücken gemeinsam mit Landespolizeichef Paul Haben und Franz Josef Biesel, Direktor des Landeskriminalamtes, die neue Digitaltechnik vor. Bund und Länder haben vereinbart, dass diese Technik bis 2012 bundesweit eingeführt sein soll.

Das Saarland, das derzeit im Ländervergleich nach Angaben von Müllenbach einen Platz im Mittelfeld belegt, sei bereits heute auf dem Stand, der erst 2012 erreicht sein soll. Müllenbach: „In einem ersten Schritt werden in der Saarbrücker KPI-Dienststelle sowie in der Inspektion Saarbrücken St. Johann und in Saarlouis drei Live-Scanner installiert.“ Diese Geräte werden vorwiegend zur erkennungsdienstlichen Behandlung von Tatverdächtigen benötigt: Fingerabdrücke, Handflächen und Handkanten werden in digitaler Form per Hochleistungsscanner abgenommen. In einem zweiten Schritt sollen weitere sieben solcher Stationen in Schwerpunktdienststellen landesweit eingesetzt werden. Die übrigen Inspektionen erhalten kleinere Geräte, mit denen einzelne Fingerabdrücke schnell „online“ in den Datenbanken abgefragt werden können. „Das Saarland ist heute bereits auf dem Stand, der 2012 erreicht werden sollte.“ 
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