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Lockt der FCS heute 7000 Zuschauer ins Stadion?

Kann Drittliga-Tabellenführer 1. FC Saarbrücken an diesem Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden die Marke von 7000 Zuschauern knacken?

Kann Drittliga-Tabellenführer 1. FC Saarbrücken an diesem Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden die Marke von 7000 Zuschauern knacken?

Saarbrücken. 5296 gegen Darmstadt 98, 5540 gegen den VfL Osnabrück, 5376 gegen Werder Bremen II, 5141 gegen Carl-Zeiss Jena – die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken entsprechen so gar nicht den guten Ergebnissen der Mannschaft auf dem Feld. „Wir als Spieler haben uns schon oft gefragt, woran das liegen kann“, erzählt Mannschaftskapitän Stephan Sieger, „wir spielen vielleicht nicht immer berauschend, aber wir liefern immer ehrlichen Fußball ab. Wir haben eine beachtliche Serie hingelegt, trotzdem kommen immer wieder nur die gleichen Fans.“ Stell dir vor, der FCS steigt auf und keiner geht hin?.?.?. Nur zum Saisonauftakt gegen den Chemnitzer FC (6865) und im Pokal gegen Erzgebirge Aue (7136) war es im Ludwigspark ein wenig voller. „Das ist wie mit der ersten großen Liebe, die einem einmal das Herz gebrochen hat“, versucht sich Jörg Rodenbüsch vom Fanprojekt Innwurf an einer Erklärung, „es dauert lange, bis du danach wieder Vertrauen fassen kannst – aus Angst, dir wird wieder weh getan.“ Die Enttäuschungen der Vergangenheit sind ein Grund, der erbärmliche Zustand des Stadions und der darin vorhandenen Infrastruktur von Catering bis Toilette weitere. Daran lässt sich zumindest kurzfristig nichts ändern.

Großteil der Bevölkerung durch die Medien erreicht

An der Bewerbung der Spiele allerdings schon. „Wir können uns über die Berichterstattung in den saarländischen Medien nicht beschweren. Damit erreichen wir sicher den Großteil der Bevölkerung“ sagt FCS-Sportdirektor Dieter Ferner, „ich glaube aber nicht, dass die oft geforderten Plakate auch nur einen Zuschauer mehr bringen“.



Andere Initiativen sind auch in der Vergangenheit schon fehlgeschlagen. „Wir hatten selbst zu Zweitligazeiten – da hatten wir im Übrigen keinen entscheidend höheren Schnitt – Freikartenaktionen für Studenten, Firmen oder auch Dauerkarteninhaber“, erzählt Geschäftsführer Thomas Heil, „ohne nennenswerten Erfolg. Wir haben in dieser Saison etwa zehn Prozent mehr Zuschauer als vergangenes Jahr. Die positive Stimmung um den Verein ist spürbar, aber sie macht sich noch nicht in der Zuschauerzahl bemerkbar.“ Dennoch oder gerade deshalb wird von vielen Fans ein Marketingmanager gefordert, der die „Marke FCS“ positiv ins Rampenlicht schiebt. „Qualifizierte Leute können uns immer weiterhelfen. Die Frage ist, ob wir sie bezahlen können“, sagt FCS-Präsident Paul Borgard, „erst wenn unser Wunsch nach einem neuen Stadion erfüllt wurde, hat ein Marketingmanager genug zu tun. Solange ist der sportliche Erfolg unser bestes Marketing.“

An 7000er-Grenze kratzen

An diesem Samstag könnte der FCS, wenn das Wetter mitspielt, an der 7000er-Grenze kratzen. „Wir sind Tabellenführer und spielen gegen Meisterschaftsfavorit Wehen/Wiesbaden“, betont Sportdirektor Ferner, Trainer Luginger bleibt fatalistischer: „Wir freuen uns über jeden, der da ist.“

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