L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Lokführer machen ernst: Heute wird gestreikt

Frankfurt/Saarbrücken. Die Lokführer machen ernst: Reisende und Unternehmen in Deutschland müssen sich auf Chaos im Bahnverkehr einstellen. Erstmals seit Beginn des Tarifstreits will die Lokführer-Gewerkschaft GDL Güter- und Personenzüge gleichzeitig lahmlegen. Schon heute Morgen sollten mitten im Berufsverkehr von vier bis zehn Uhr etliche Personenzüge nicht rollen, teilte die GDL mit. Im Güterverkehr sollte der Arbeitskampf bereits gestern beginnen und ebenfalls heute um zehn Uhr enden. Wo genau Pendler sich auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen müssen, ließ die GDL gestern auch auf Nachfrage offen. Der Schwerpunkt des Streiks im Güterverkehr werde in Ostdeutschland liegen, hieß es. Doch auch im Saarland wird es heute zu Beeinträchtigungen kommen. Das kündigten die zuständigen GDL-Sprecher auf  Anfrage an. Details nannten sie nicht. Man wolle den Streik an der Saar „mit möglichst großer Intensität führen“, hieß es.



Einheitliche Tarifbedingungen für  26.000 Lokführer in Deutschland

Bundesweit hatte es zuletzt bereits drei Warnstreiks der GDL gegeben, hunderttausende Reisende mussten Verspätungen hinnehmen. „Seit Bekanntgabe des Ergebnisses der Urabstimmung hat sich auf Arbeitgeberseite nichts bewegt. Dies zwingt uns zu erweiterten Arbeitskampfmaßnahmen“, erklärte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Die Gewerkschaft will einheitliche Tarifbedingungen für die etwa 26.000 Lokführer in Deutschland durchsetzen. Die Deutsche Bahn (DB) reagierte mit Unverständnis auf den „widersinnigen Streik“.

Die Gewerkschaft wolle Forderungen bei den Bahn-Konkurrenten im Personenverkehr durchsetzen und bestreike den Güterverkehr der DB. „Ich glaube, das versteht niemand mehr“, sagte DB-Personalvorstand Ulrich Weber. Von der angekündigten Schonung der Pendler könne keine Rede sein.

Für die deutsche Exportwirtschaft könnten die Folgen des Streiks dramatisch werden. Stünden die Züge fünf Tage still, koste das täglich knapp 100 Millionen Euro, sagte Verbandspräsident Anton Börner.

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