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Lokführerstreik: Züge sollen im Saarland vierzehn Stunden lang stehen

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL ist am Dienstag erneut in den Streik getreten und hat den Bahnverkehr in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ausgebremst. Schon ab dem Morgen - also vor dem eigentlichen Streikbeginn - gab es Zugausfälle. Offiziell startete der Ausstand um 14.00 Uhr, dauern soll er bis 4.00 Uhr am Donnerstagmorgen. In der Zeit sollen flächendeckend die Züge stehen bleiben - im Fern- und Nahverkehr.

Bereits vor Streikbeginn fielen in Rheinland-Pfalz zahlreiche Verbindungen aus. So wurden am Mainzer Hauptbahnhof zwischen 8.00 und 14.00 Uhr 15 Fernzüge gestrichen, in Koblenz fielen in dieser Zeit 16 Verbindungen aus. Bereits seit Mitternacht galt im Fernverkehr ein eingeschränkter Fahrplan.

Für Pendler, die mit S-Bahnen und Regionalzügen im Rhein-Main-Gebiet und im Rhein-Neckar-Raum unterwegs waren, gab es bis zum Mittag zunächst kaum Einschränkungen, wie eine Bahnsprecherin in Frankfurt mitteilte. «Ab 14.00 Uhr rechnen wir dort mit verstärkten Ausfällen». Ziel der Bahn sei es, die Einschränkungen im Berufsverkehr so gering wie möglich zu halten.

Nicht vom Streik betroffen sind Privatbahnen wie die Mittelrheinbahn zwischen Mainz und Köln. Verspätungen seien jedoch möglich, falls Züge der Bahn auf den Gleisanlagen oder in Bahnhöfen abgestellt werden, sagte eine Sprecherin. In der Mittelrheinbahn dürfte es bis zum Donnerstag voller als üblich werden, sagte sie weiter. «Beim Streik in der vergangenen Woche sind viele Reisende zu uns umgestiegen».

Zahlreiche Berufspendler waren auf das Auto umgestiegen, vor allem im Rhein-Main-Gebiet. Größere Verkehrsbehinderungen gab es dadurch jedoch zunächst nicht, wie das Polizeipräsidium Mainz berichtete.

Auch nach dem Ende des Streiks dürfte es noch Zugausfälle und Verspätungen geben. «Wir werden Donnerstagmorgen so schnell wie möglich versuchen, wieder den Normalbetrieb aufzunehmen», sagte ein Bahnsprecher. Pendler sollten aber mehr Zeit einplanen, um rechtzeitig an den Arbeitsplatz zu kommen.

Die GDL verlangt im laufenden Tarifkonflikt für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Sie will zudem auch für das übrige Zugpersonal verhandeln. Zuletzt hatten die Lokführer bereits in der Nacht zum Mittwoch vergangener Woche für neun Stunden gestreikt.

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