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Lola geht auf die Tanzfläche: Der Festivalclub ist erstmals im ehemaligen Gloria-Kino

Geschichte: Lolas Bistro, der Festival Club des Max Ophüls Festivals, zieht aus der Garage aus ins ehemalige Gloria-Kino.

Geschichte: Lolas Bistro, der Festival Club des Max Ophüls Festivals, zieht aus der Garage aus ins ehemalige Gloria-Kino.

„Das Gloria ist ja eigentlich eine Discothek, eine Veranstaltungslocation, in der die Tanzfläche auch wirklich zum Tanzen genutzt wird“, sagt Mike Henning, Betreiber des Gloria in der Trierer Straße. „In dem Fall jetzt wird es so sein, dass Lolas Bistro quasi auf der Tanzfläche stattfindet.“

Zum ersten Mal wird das Gloria, ehemals Nachtwerk, heute Abend seine Pforten öffnen, um die Festivalfans und Filmleute während des Max-Ophüls-Preises in Lolas Bistro einzuladen. Eine Neuerung innerhalb des Festivals, die nicht bei allen auf Gegenliebe trifft. Das weiß auch Henning. „Viele Leute denken: Um Gottes Willen, wie kann man nur in die Location reingehen? Entsprechend haben sie dann auch nur ganz geringe Erwartungen an Lolas Bistro.“

Doch genau das ist der Punkt, an dem Henning ansetzen möchte. „Ich bin da ganz froh drum, muss ich ehrlich sagen. Das ist, wie wenn Deutschland als Titelverteidiger zur WM fährt, da hat man sehr hohe Erwartungen an die Mannschaft.“ Die wenigsten Leute kennen das Gloria heute, weiß der Betreiber, sie wissen nicht, „wie schön das Gloria ist und wie viel und welche Atmosphäre der Laden haben kann.“

Edel in schwarz mit Silber verkleidete Wände, eine lange vornehme Theke, ein aufwendig gestalteter Eingangsbereich sind nur einige der Highlights, die Festivalbesucher auf sich wirken lassen dürfen.

Frisch renoviert zeigt sich auch der Kleine Club, in dem der SR-Talk stattfinden wird. „Da mussten wir einiges machen, das stand seit 20 Jahren unrenoviert da. Jetzt ist ein neuer Boden drin, die Wände sind neu verkleidet, es ist gestrichen und die Rückwand der Bar wurde neu gestaltet.“

Ganz fertig ist „Lolas Bistro“ bei unserem Besuch nicht. Noch fehlt es an Dekoration und Ausstattung. Die soll wieder der Innenausstatter Oliver Häfele mit seinem Team übernehmen. Sitzmöbel und Lounges sollen zum Verweilen einladen, entsprechende Dekoration Festivalbesuchern das „typische Flair“ von Lolas Bistro schenken. „Ich denke, dass die Dekoration sich wieder an die Farben Weiß und Blau anlehnt, mit passenden Sitzmöbeln dazu“, mutmaßt Henning, der beim SZ-Gespräch selbst den genauen Plan noch nicht kennt.“

Henning freut sich mit seinem Team auf die Filmtage, auf die sich alle intensiv vorbereitet haben: „Da wir auch im Service positiv auffallen wollen, haben wir noch eine große Mitarbeiterschulung. Über die verschiedenen Weine und Gin-Sorten, wie man das herrichtet und zubereitet, welche Gläser man benutzt, solche Sachen.“ Im Discobetrieb gehen im Gloria eher Wodka-Lemon, Wodka-RedBull oder Whisky-Cola über den Tresen, in Lolas Bistro dürfen es da schon mal Gin, Wein oder auch Champagner sein.

Lolas Bistro in der Trierer Straße, nahe Cinestar-Kinos, ist ab heute Abend jeweils ab 20.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist von Dienstag bis Donnerstag frei. Am Freitag kostet der Eintritt fünf Euro. Am Mittwoch, 18 Uhr, findet der Empfang der Oberbürgermeisterin in Lolas Bistro statt. Es spielt die Band Woods of Birnam. Der Eintritt ist frei.

Wo Filmfans aufs Dach steigen

Auf dem Dach der PSD-Bank in der Bahnhofstraße gab es am Samstag einen ersten Vorge- schmack auf das Filmfestival. Kurzfilme der Saarbrücker Fil- mer Marc André Misman und Philipp Majer wurden in einem Veranstaltungsraum in luftiger Höhe gezeigt.

Normalerweise leuchtet die Filiale der PSD Bank in der Saarbrücker Bahnhofstraße bei Dunkelheit in der Firmenfarbe Grün. Seit Samstag jedoch ist das Gebäude in den Abendstunden blau illuminiert – analog zu den blauen Herzen, den Markenzeichen des Filmfestivals Max Ophüls Preis (MOP). Natürlich beteiligt sich die Bank auch an der Schaufenster-Aktion zum Festival und hat das Erdgeschoss passend dekoriert. Doch damit nicht genug: Am Samstag waren Filmfans tagsüber eingeladen, sich in luftiger Höhe im Konferenzraum im sechsten Obergeschoss bei einem Kurzfilmprogramm auf das Festival einzustimmen. Das Kinofieber brach im Rahmen der Reihe „Samstags zur PSD Bank“ aus: Gestartet im Mai 2015 im Rahmen der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse, möchte sie Kooperationspartnern – sozialen Einrichtungen oder regionalen Kulturschaffenden – ein zentral gelegenes und kostenloses Präsentationsforum bieten. Beim Dachgeschoss-Kino waren nun Kurzfilme der beiden Saarbrücker Filmemacher Marc André Misman (41) und Philipp Majer (33) zu sehen. Die beiden sind eigentlich auf Industrie-, Image- und Werbefilme spezialisiert, realisieren aber auch „Herzblutprojekte“, wie Majer formuliert. Majer macht Dokumentationen, von ihm waren hier Porträts charismatischer Typen aus dem Nauwieser Viertel („Vierviertel“), des Schlagzeugers Martial Frenzel („Die Fliegende Kuh“) sowie der Saarbrücker Hobbyfußballer „Bunte Liga“ zu sehen.

Misman dagegen dreht Kurzspielfilme. Oft bescheren sie ein Wiedersehen mit hiesigen Theaterschauspielern, die in den skurrilen Tragikomödien ihre schwarzhumorige Seite hervorkehren dürfen. Hier kollidierten in grotesk komischen Streifen wie „Waldesruh“, „Fürchtet Euch nicht“ oder dem YouTube-Hit „Sekundenschlaf“ menschliche Schicksale mit den tragischen Absurditäten des Zufalls. Sowohl Majer wie Misman beweisen jeweils ein Händchen für skurrile Charaktere und Situationskomik. Man darf also gespannt sein, wenn beide Filmemacher ihr Potenzial nun verstärkt bündeln – wie bereits geschehen bei dem gemeinsamen Kurzfilm „Selbstmord für Anfänger“, der es wie „Waldesruh“ ebenfalls schon ins MOP-Kurzfilmprogramm schaffte: Seit Dezember firmieren Majer und Misman unter dem gemeinsamen Nenner „ Estragon “ in der Bismarckstraße. Mit im neuen Produktions-Boot ist ein alter Hase - der saarländische Filmemacher Alexander Kern.

Am Donnerstag läuft um 13 Uhr im Cinestar im Rahmen der MOP-Reihe „Saarland Medien präsentiert“ Philipp Majers Doku „Smajl“ über einen kosovarischen Gastarbeiter.

 
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