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Luchse könnten sich auch in den Wäldern des Saarlandes ansiedeln

Luchse gelten als scheue Einzelgänger. Foto: Hollemann/dpa</p>

Luchse gelten als scheue Einzelgänger. Foto: Hollemann/dpa

Die Luchse , die vor knapp drei Monaten im Pfälzerwald angesiedelt wurden, könnten bald auch im Saarland aufkreuzen. Das Umweltministerium teilte mit, das Saarland selbst werde zwar keine Luchse aussetzen. Es sei jedoch „nicht unwahrscheinlich“, dass die Luchse aus dem Pfälzerwald „in absehbarer Zeit auch die saarländische Grenze überschreiten und sich auch bei uns ansiedeln“. Als Lebensräume von Luchsen im Saarland kommen nach Einschätzung des Umweltministeriums große Waldgebiete wie der Warndt, das Waldgebiet von Kirkel bis Saarbrücken mit dem Saarkohlenwald sowie die nordsaarländischen Waldgebiete am südlichen Rand des Hunsrücks infrage.

„In weiser Voraussicht haben wir bereits vor einigen Wochen entschieden, ähnlich wie für den Wolf, einen Luchs-Managementplan zu erstellen, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen“, erklärte das Umweltministerium weiter. Dieses Konzept sei momentan in Arbeit.

Im Pfälzerwald hatte einer der drei dort ausgesetzten Luchse vor einer Woche mehrere Schafe und Ziegen gerissen. Betroffen waren zwei unterschiedliche Herden eines Halters. Dieser wird nun aus einem Fonds entschädigt. Zugleich seien Maßnahmen ergriffen worden, um die Herden vor künftigen Übergriffen zu schützen, teilte die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz mit. Ihren Angaben zufolge waren die Tiere nicht von Zäunen gesichert.

Der Luchs gehört wie Hauskatzen oder Tiger zur Familie der Katzen. Erwachsene Tiere sind etwa so groß wie Schäferhunde. Früher war der Luchs in fast ganz Europa verbreitet. Er wurde aber wegen seines kostbaren Fells und als „Jagdschädling“ verfolgt und in Deutschland vor rund 150 Jahren ausgerottet. Heute ist er streng geschützt.

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