A6 Kaiserslautern Richtung Metz/Saarbrücken AS Homburg Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle (19.09.2017, 22:06)

A6

Priorität: Sehr dringend

9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Ludweiler Haus ist nach Brand zunächst unbewohnbar

Löschangriff mit zwei Drehleitern: Glutnester unterm Dach hielten die Feuerwehr lange in Atem. Das Haus in der Karlsbrunner Straße ist derzeit unbewohnbar. Foto: Becker & Bredel

Löschangriff mit zwei Drehleitern: Glutnester unterm Dach hielten die Feuerwehr lange in Atem. Das Haus in der Karlsbrunner Straße ist derzeit unbewohnbar. Foto: Becker & Bredel

Die Flammen schlugen meterhoch in den Nachthimmel, als am Montag gegen 20 Uhr die Feuerwehr Völklingen bei einem Wohnungsbrand in Ludweiler ankam. In der Karlsbrunner Straße brannte eine Dachgeschosswohnung, die Fenster waren geborsten. Ob Personen im Haus waren, wusste niemand – so meldete die Leitstelle der Wehr einen „Brand mit Menschenrettung“. Entsprechend war das Aufgebot. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen mit mehreren Löschbezirken waren ein Notarzt und Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie des Arbeitersamariterdienstes (ASB) vor Ort.

DRK-Sprecher Oliver Reichert, als einer der ersten am Einsatzort, beschrieb es so: „Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte die Dachgeschosswohnung bereits durchgezündet und stand in Vollbrand. Da zunächst nicht klar war, ob sich noch Personen im Gebäude befanden, ging die Feuerwehr unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor, während parallel dazu eine Drehleiter in Stellung gebracht wurde.“ Die Feuerwehr konnte aufatmen, als klar wurde: Die Brandwohnung war leer. „Ein Bewohner des Hauses konnte sich vor Eintreffen der Rettungskräfte unverletzt ins Freie retten. Eine zweite Bewohnerin, die auf einen Rollator angewiesen ist, wurde, ebenso unverletzt, durch die Feuerwehr aus dem ersten Stockwerk gerettet", hieß es bei der Polizei .

Die Wehr konnte sich aufs Löschen konzentrieren. Schwierig genug, denn die enorme Hitze hatte das Dach erfasst. Eine zweite Drehleiter wurde aufgebaut, Teile des Daches abgedeckt, um Glutnester ablöschen zu können. Rund zwei Stunden dauerten die Arbeiten. Derweil war die Straße komplett gesperrt.

Die Pressestelle des Landespolizeipräsidiums teilte gestern auf SZ-Anfrage mit, dass ein elektrotechnischer Defekt in der Zuleitung einer Lampe als Brandursache in Frage komme. Die Dachgeschosswohnung, der Dachstuhl selbst und die Wohnungen und Praxen darunter sind entweder vom Feuer zerstört worden oder durch die Löscharbeiten derzeit unbenutzbar. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 150 000 Euro.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein