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Ludweiler Radiosender hat ein Herz für junge Bands

Dank eines kleinen Radio-Studios in Ludweiler können zahlreiche unbekannte Bands hoffen, dass ihre Musik ein großes Publikum findet. Das Jugendwerk der Awo spielt nur ihre Songs

Dank eines kleinen Radio-Studios in Ludweiler können zahlreiche unbekannte Bands hoffen, dass ihre Musik ein großes Publikum findet. Das Jugendwerk der Awo spielt nur ihre Songs

Regionalverband. Junge, unbekannte Bands, die mit ihrer Musik die Welt erobern wollen, brauchen nur ein Busticket nach Ludweiler. Von dort sendet das Jugendwerkradio der Arbeiterwohlfahrt. Sein Programm erreicht dank Internet Musikfans in den USA, in Sibirien oder auf den Osterinseln. Wer aber am Küchenradio dreht, um die Frequenz zu finden, müht sich vergebens. „Wir sind ein reines Internetradio“, erklärt der Vorsitzende des Jugendwerks der Awo in Ludweiler, Stefan Schadick. Er und weitere vier ehrenamtliche Mitarbeiter senden 24 Stunden am Tag aus einem kleinen Studio in den AwoRäumen auf dem Angela-Braun-Gelände. Und das seit inzwischen fast einem Jahr.

Ausschließlich Musik von Newcomerbands

Eine Besonderheit mag dies noch nicht sein, Internet-Radios gibt es wie Sand am Meer. Was Schadick und Co. ausmacht, ist ihre Maßgabe: Die Jungs senden ausschließlich Musik von Newcomerbands, solchen also, die noch nicht von der Verwertungsfirma Gema aufgenommen worden sind. Schadick: „Jeder Kneipenwirt lehnt Bands ab, die eigene Lieder spielen. Denn da können die Gäste ja nicht mitgrölen, weil sie die Songs nicht kennen. Viele Bands sind also händeringend auf der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten. Und die wollen wir ihnen bieten.“ Eine Aufgabe, zu der sich der 28-Jährige berufen fühlt. Es sei eine „ganz andere Sache“, Melodien zu komponieren, sagt er, und das wolle er unterstützen.

Während er sich zu Beginn des Radios noch selbst auf die Suche machen musste, melden sich die Gruppen inzwischen bei ihm. „Allein im Saarland gibt es an die 1000 Newcomerbands“, schätzt Schadick, der aber auch Künstler von außerhalb im Radio spielen lässt.

Stil spielt  keine Rolle

Meldet sich eine Combo bei ihm, sendet er ihre Lieder und interviewt die Band gelegentlich „on Air“. Dabei spielt der Stil keine Rolle. Hauptsächlich melden sich Punk-, Rock- oder Hip-Hop-Gruppen bei ihm. Aber auch klassische Musik nehmen die Jugendwerkler ins Programm auf. Auch eine Altersgrenze gibt's nicht, sagt Schadick, der gerade ein großes Festival vorbereitet. Das Jugendwerk der Awo Ludweiler veranstaltet am 16. Oktober das „Rock 'n' Wohlfahrt“, ein Konzert, bei dem Newcomerbands um die Gunst des Publikums spielen. Inzwischen haben sich sechs Gruppen für diesen Wettbewerb angemeldet. Stefan Schadick sucht noch weitere Gruppen aus sämtlichen Musikstilen, die am dritten Oktobersamstag gern auftreten möchten. Wer mitmacht, wird mit einer Live-Sendung im Radio belohnt.

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