A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Luginger kritisiert Einstellung der FCS-Spieler

Als einer der letzten verließ Kevin Maek am vergangenen Freitagabend die Kabine im Stuttgarter Gazi-Stadion. Eine Platzwunde über dem linken Auge „zierte“ den Mittelfeldspieler des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Bezeichnend, denn der FCS war bei der 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den VfB Stuttgart II noch mit einem blauen Auge davon gekommen.

„Eigentlich hätten uns die letzten Spiele Selbstvertrauen geben sollen“, sagte Maek, der zuletzt zu den stärksten Saar-brückern gehörte. Am Freitag enttäuschte er wie fast alle seiner Mitspieler auf ganzer Linie. „Wir kommen im Moment irgendwie nicht ins Spielerische“, sagte Maek. Das mag daran liegen, dass spielerischer Brillanz im Fußball meist die läuferische und kämpferische Einstellung vorausgehen muss.

„Wir haben keinen Fußball gespielt, keine Bälle gefordert und vor allem keine Zweikämpfe angenommen“, schimpfte FCS-Abwehrchef Nils Fischer – eine Tugend, die gerade gegen technisch starke Reserve-Mannschaften von Bundesligisten oft zum Erfolg führt. Wie man Zweikämpfe bestreitet, machten die von Jürgen Kramny trainierten Stuttgarter vor. Seine Vorgabe: „Wir müssen immer mehr laufen als der Gegner.“ Der Ex-Saarbrücker lobte: „Wir waren in der ersten Halbzeit in allen Belangen überlegen.“ Doch Kramny kritisierte auch: „Ich hätte mir nur gewünscht, dass das zweite Tor früher fällt.“

Der erste Treffer fiel nach 19 Minuten, als Tim Knipping gegen den überragenden Alexander Riemann keinen Strafstoß verursachen wollte, mit fairen Mitteln aber den Pass zum Torschützen Marco Grüttner nicht verhindern konnte. Das 0:2 von Erich Berko fiel in der Nachspielzeit nach einem der vielen Konter, die der VfB zum Glück für den FCS selten konsequent zu Ende spielte. „Wir haben kein Mittel gefunden, den Gegner zuzustellen, hatten fiel zu große Abstände. Es war einfach eine schlechte Mannschaftsleistung“, sagte Tim Kruse. Eine Rolle spielte dabei sicher auch der Ausfall der beiden Offensivakteure Marcel Ziemer (Muskelfaserriss) und Rafael Korte (Zerrung).

Saarbrückens Präsident Paul Borgard und sein „Vize“ Harald Ebertz sahen, dass die Wechsel von Trainer Jürgen Luginger keine Veränderungen der Spielweise zur Folge hatten. „Da muss man die Spieler auch mal fragen, wie sie sich auf so ein Spiel mental vorbereiten“, erklärte Luginger, der Kapitän Marc Lerandy erneut 90 Minuten auf der Bank schmoren ließ: „Siegeswille und Laufbereitschaft haben gefehlt. Kein einfaches Spiel, keine Aufteilung, kein Aufbäumen. Es war ein klarer Rückschritt.“

Am Samstag kommt der VfL Osnabrück ins Ludwigspark-Stadion. Anstoß ist um 14 Uhr. Osnabrück kassierte nach drei Siegen am Samstag beim 1:2 zu Hause gegen Hansa Rostock die erste Saisonniederlage.
 
 
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein