A62 Landstuhl Richtung Nonnweiler Parkplatz Sötern Parkplatz geschlossen, gesperrt für LKW bis 24.08.2017 07:00 Uhr ab 22.08.2017, 17:00 Uhr (22.08.2017, 14:28)

A62

Priorität: Dringend

19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Luisenthaler Energiepark in den Startlöchern

Die Zukunft vieler ehemaliger Grubengelände ist noch immer ungewiss.

Die Zukunft vieler ehemaliger Grubengelände ist noch immer ungewiss.

Luisenthal. Die Vertragsunterzeichnung, zu der die RAG Montan Immobilien (MI) GmbH eingeladen hatte, war einseitig: Nur Geschäftsführer Hans-Peter Noll  setzte gestern seine Unterschrift unter den Kooperationsvertrag mit der Evonik New Energies GmbH. Deren Chef Thomas Billotet musste den Termin kurzfristig absagen. Trotzdem sei alles klar, sagte Noll lachend: „Er hat schon unterschrieben.“ Nun soll die Vorarbeit losgehen für den „Energiepark Luisenthal“. Noch im März beginnen Ingenieure, zu prüfen, wie man die Pläne technisch umsetzen kann und welches wirtschaftliche Potenzial darin steckt. Bis Jahresende, ergänzte Rudolf Krumm, Leiter des Saar-Büros der RAG MI, soll die Machbarkeitsstudie fertig sein.



Luisenthaler Bergwerksstandort wird erneuerbaren Energien gewidmet

„Wir sind angetreten mit dem Ziel, das Projekt zu verwirklichen“, sagte Noll. Ein „Pilotprojekt“ mit „bundesweiter Ausstrahlung“ – soll doch der Luisenthaler Bergwerksstandort, wie berichtet, in großem Stil erneuerbaren Energien gewidmet werden: Photovoltaik an der Südflanke der Bergehalde, Windkraft auf dem Haldenplateau, Wasserkraft in einem Pumpkraftwerk, das den 50-Meter-Höhenunterschied zwischen Halde und Tal nutzt, Erdwärme aus den alten Schächten. Doch entschieden sei noch nichts, betonte Noll. Stelle sich heraus, dass der Wind in Luisenthal zu schwach wehe, werde es keine Rotoren geben. Und falls bei den Bürgern die Akzeptanz für das Projekt ausbleibe, „kommt es eben nicht“; das Vorhaben „geht nur mit der Standortkommune“.

Teilweise Freizeit- und Erholungsraum

Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig   – er saß gestern mit am Tisch – sei als Partner sehr wichtig. Und Völklingens Stadtrat habe ja ein Konzept für Luisenthal beschlossen, das die Energiepark-„Vision“ (Noll) ausdrücklich einbeziehe. Lorig fügte an, dass die Bergwerksfläche nicht komplett Energiepark werden solle; ein Teil werde auf jeden Fall für die Bürger geöffnet, als Freizeit- und Erholungsraum. Bei der Energie, so Lorig, könnten die Völklinger Stadtwerke später als Partner einsteigen; der Aufsichtsrat habe schon einen Grundsatzbeschluss dazu gefasst, eine Fünf-Millionen-Euro-Beteiligung sei denkbar. Noll seinerseits wollte noch nichts sagen zum Gesamt-Investitionsvolumen für das Vorhaben. „Eine zweistellige Millionensumme“ – mehr ließ er sich nicht entlocken.

Und der Zeitplan, wenn die Machbarkeitsstudie ein positives Ergebnis zeitigt? Dann gebe es erst einmal ein ordentliches Planungsverfahren, mit Bürgerbeteiligung und allem, was das Gesetz vorschreibe, sagte Noll. Bis die Anlagen dann gebaut und in Betrieb seien, müsse man drei, vier Jahre rechnen.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein