A620 Saarlouis Richtung Saarbrücken Zwischen AS Wadgassen und AS Völklingen-Wehrden Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn Metallteil auf der Standspur (14:38)

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Luxair-Maschine entgeht in Saarbrücken knapp Katastrophe

20 Insassen des Luxair-Fluges LG 9562 von Saarbrücken nach Luxemburg kamen gestern Morgen mit dem Schrecken davon. Gegen 10.15 Uhr musste die Maschine auf dem Flughafen Saarbrücken-Ensheim unmittelbar nach dem Start notlanden. Da das Fahrwerk schon eingefahren war, krachte die Maschine auf den „Bauch“ und kam nach Luxair-Schätzungen etwa 400 Meter vor dem Ende der Startbahn zum Stillstand. Die 16 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord blieben unverletzt.

Die Unglücksursache ist derzeit noch unklar. Luxair-Generaldirektor Adrien Ney wollte sich gestern nicht zu Details äußern. Augenzeugenberichte über Rauch am Heck des Flugzeuges während des Startvorganges wollte er weder bestätigen noch dementieren. Ney sagte, er habe nach dem Unfall mit dem Flugkapitän (45), der seit 1996 für Luxair fliege, gesprochen. Einzelheiten aus diesem Telefonat berichtete er nicht. Der Pilot habe über 10 000 Flugstunden absolviert, davon 3600 auf Maschinen des Typs Bombardier Q 400. Das Flugzeug sei bei der Airline seit September 2012 im Dienst. Noch in der Nacht zum Mittwoch sei die Q 400 in Luxemburg auf technische Mängel hin untersucht worden. Die letzte große Kontrolle habe im Februar stattgefunden.

„Wir wissen noch nicht, was passiert ist. Wir müssen die Ermittlungen abwarten“, sagten Ney und Luxair-Chefpilot Dan Colling. Der Kapitän und sein 27-jähriger Copilot seien verpflichtet, zuerst den Ermittlern der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) zu berichten.

Die BFU-Experten nahmen gestern Abend in Ensheim ihre Untersuchungen auf. Die Propellermaschine mit 76 Sitzplätzen legte auf dem Linienflug von Hamburg nach Luxemburg in Saarbrücken einen Zwischenstopp ein. Gesternabend begann ein Spezialfahrzeug der luxemburgischen Flughafenfeuerwehr in Ensheim mit der Bergung Maschine. Diese werde später in einer Werfthalle der Contact-Air genau überprüft, hieß es.

Zur Höhe, die das Flugzeug nach dem Start erreicht hatte, wollten sich die Luxair-Sprecher nicht äußern. Die Ermittlungen des BFU werden wohl mehrere Monate dauern.

Am Flughafen legte der Unfall den Flugverkehr lahm. Rund 400 Passagiere strandeten stundenlang in Ensheim. Betroffene beklagten dabei unzureichende Information der Reisenden. Flughafensprecher Ludwin Vogel äußerte gestern Abend die Erwartung, dass der Flugbetrieb heute wieder normal läuft: „Ich bin optimistisch, dass die erste Maschine planmäßig startet.“ 
 
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