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Luxemburger Thronfolger-Paar heiratet am 19. Oktober

Von SZ-Mitarbeiter Helmut Wyrwich

Luxemburg. „Meinen Traumprinzen brauche ich nicht mehr zu suchen, den habe ich schon“, sagt Gräfin Stéphanie de Lannoy lachend und blickt zu ihrem Prinzen, Erbgroßherzog Guillaume von Luxemburg. Auf einer Pressekonferenz im herzöglichen Palais in Luxemburg, kurz vor dem großen Hochzeitstermin, stellte sich das Paar den Fragen der Journalisten. Stéphanie plaudert ein wenig aus der gemeinsamen Vergangenheit: „Zum ersten Mal gesehen haben wir uns vor acht Jahren bei Freunden in Deutschland. Während einer Woche Ferien haben wir uns ganz gut verstanden. Danach haben wir uns immer mal wieder getroffen.“

Als sie sich vor drei Jahren erneut sahen, wurde es ernst. Einer Freundin gestand die Gräfin „Guillaume ist der perfekte Mann fürs Leben“. Im Gespräch wirkt die junge Gräfin gelöst. Sie trägt eine schwarze Hose mit weitem Schlag, einen weißen Pullover darüber eine blassrosa Jacke.

Die 28-jährige Gräfin, die am Speisetisch des Esszimmers Journalisten gegenübersitzt, strahlt Selbstsicherheit aus. Erbgroßherzog Guillaume lehnt sich zurück, als ihm die Frage gestellt wird, wie er seiner Verlobten den Heiratsantrag gemacht habe. Prinz Guillaume schließt die Augen zu kleinen Schlitzen, wie er dies immer tut, wenn ihm etwas zu nahe kommt. Er zögert, und sagt dann, dass dies doch zu intim sei und er dazu nichts sagen möchte.

Gräfin Stéphanie hingegen ist aufgeräumt und sagt: „Ich wusste, dass der Heiratsantrag irgendwann kommen würde. Aber in dem Augenblick, in dem er kam, war ich doch überrascht.“ „Aber sie hat Ja gesagt“, fügt Prinz Guillaume an.

Und sie bestätigt, dass sie dabei auch am 19. Oktober bei der standesamtlichen Hochzeit bleiben werde wie auch bei der kirchlichen Hochzeit am 20. Oktober. Die aus Belgien stammende Gräfin fühlt sich im Nachbarland gut aufgenommen. Sie mag Luxemburg, sprudelt es aus ihr heraus. Sie habe sich im Land intuitiv wohlgefühlt, sagt die junge Frau, die in ihrer lockeren Art einen warmherzigen Charakter ausstrahlt. Als Erbgroßherzogin könne sie wohl nicht mehr arbeiten. Aber sie werde andere Aufgaben erfüllen. Gern würde sie einfach Hausfrau sein. Sie koche gern – wie ihr künftiger Mann. Sie wolle sich einer ganz speziellen Aufgabe widmen. „Wir müssen uns der zunehmenden Einsamkeit in unserer Gesellschaft stellen. Es geht dabei nicht nur um die Einsamkeit der älteren Menschen. Es gibt viele Jugendliche, die einsam sind. Um sie muss sich unsere Gesellschaft genauso kümmern wie um die Älteren. Das ist eine große Aufgabe.“

Gräfin Stéphanie de Lannoy trägt am Tag des Pressegespräches ihren Verlobungsring am Mittelfinger der rechten Hand. Am Mittelfinger der linken Hand trägt sie einen weiteren Ring. Es ist der Verlobungsring ihrer Mutter, die mitten in den Hochzeitsvorbereitungen gestorben ist. Die Hochzeitsmesse wird mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Brautmutter beginnen. „Wir haben“, erzählt Prinz Guillaume, „auf die Zeremonie starken Einfluss genommen. Natürlich gibt es die Zwänge des Protokolls, aber bei den Liedern, bei den Lektüren, bei der Gestaltung insgesamt, haben wir viele Freiheiten gehabt.“

Bei aller Aufgeschlossenheit zieht die Braut einen klaren Strich, wenn es um wichtige Einzelheiten geht. Kein Wort zum Kleid. Nicht zum Schnitt, nicht zur Designerin. „Es reden immer alle über das Kleid. Aber in dem Kleid steckt noch jemand drin. Um das Kleid herum gibt es noch etwas, das ist unsere Hochzeit“, sagt sie freundlich, aber bestimmt. Nur eines lässt sie wissen: Sie wird bei der Hochzeit den Schleier ihrer Mutter tragen. Sie ist sich sicher, dass sie sich am Tag der Hochzeit von den Kameras und den Fernsehzuschauern nicht beeindrucken lassen wird, sondern sich auf die Zeremonie konzentrieren wird. Während die Braut um ihr Kleid noch ein Geheimnis macht, ist die Kleidung des Erbgroßherzogs bereits bestimmt. Er heiratet in der Uniform eines Lieutenant Colonel, seinem neuen Dienstgrad.



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