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Luxemburger bleibt Chef der Euro-Finanzminister

Brüssel/Luxemburg. Der Luxemburger Jean-Claude Juncker soll die Euro-Finanzminister weitere zweieinhalb Jahre führen. Die Ressortchefs bestätigten den 55 Jahre alten Premier- und Schatzminister seines Landes am Montagabend in Brüssel einstimmig als ihren Vorsitzenden, berichteten Diplomaten. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Das Votum war nötig wegen des neuen EU-Reformvertrags von Lissabon, der die sogenannte Eurogruppe aufwertet. Juncker amtiert seit 2005 als Vorsitzender der Ressortchefs der 16 Länder mit der Eurowährung. Er gilt als einer der profiliertesten EU-Politiker. Sein bisheriges Mandat lief eigentlich noch bis Ende 2010.

Der Christdemokrat will den Einfluss der Eurogruppe auf internationalem Parkett und in der EU sichtbarer machen als bisher.
Derzeit ist das Gremium in Formationen wie den G20 (wichtigste Industrie- und Schwellenländer) nicht vertreten.

Der dienstälteste Regierungschef der EU hatte den obersten Kassenhütern des Eurogebiets erstmals ein schriftliches Programm vorgelegt. Darin fordert er, die Eurogruppe müsse beim Entwurf der neuen EU-Wirtschaftsstrategie eine führende Rolle einnehmen. Auch bei der wirtschaftspolitischen Koordinierung im gemeinsamen Währungsgebiet soll der exklusive Club eine stärkere Rolle einnehmen.
Wegen der zerrütteten Staatsfinanzen in Griechenland ist das gemeinsame Währungsgebiet einer schwierigen Bewährungsprobe ausgesetzt.

Mit der Bestätigung Junckers sind die wichtigsten EU-Posten besetzt. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich bereits im vergangenen November darauf geeinigt, dass der Belgier Herman Van Rompuy künftig die Gipfeltreffen leiten wird. Neue EU-„Außenministerin“ ist die Britin Catherine Ashton.

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