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Macht auch Zweibrücker Freibad dicht?

Reiner Hohn von den Zweibrücker Stadtratsfraktionen hat vorgeschlagen, das Freibad zugunsten eines Regionalbads, möglicherweise in Contwig, zu schließen.

Reiner Hohn von den Zweibrücker Stadtratsfraktionen hat vorgeschlagen, das Freibad zugunsten eines Regionalbads, möglicherweise in Contwig, zu schließen.

Zweibrücken. Einstimmig sprechen sich die Zweibrücker Stadtratsfraktionen für den Erhalt des Zweibrücker Freibads aus. Der Hornbacher Bürgermeister Reiner Hohn (FDP) hatte in der Sitzung des Verbandsgemeinderats vorgeschlagen, um zu sparen, doch eines der defizitären Freibäder zugunsten eines Regionalbades, am besten in Contwig, zuschließen (wir berichteten).

„Das ist eine Schnapsidee“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Eckhart Schiller. Und wenn schon ein Bad geschlossen werde, dann wohl das Contwiger. „Das Zweibrücker ist das zentrale.“ Eigentlich sei er aber für den Erhalt von beiden. An heißen Tagen besuchten je 3000 Gäste die Bäder. Schiller: „Will man einem sagen, er muss draußen bleiben?“ Da stimmt Kurt Dettweiler (FWG) mit ein. „Ich bin strikt dagegen, das Bad zu schließen, von so einem Blödsinn halte ich nichts“, ereifert er sich. Es sollten auch keine Millionen investiert werden, aber mit den Mitteln, die man sich leisten kann, solle die Stadt die Anlage erhalten.

Auch SPD-Fraktionschefin Sabine Wilhelm macht sich stark für das „schön gelegene“ Freizeitbad. „Wir haben das Thema nicht in der Fraktion besprochen, aber Zweibrücken ist das zentrale Bad.“ Grundsätzlich sei sie eine Fürsprecherin für Kooperationen zwischen der Verbandsgemeinde und der Stadt, aber hier „muss ich mit dem Kopf schütteln“. Verständlich ist für Gertrud Schanne-Raab (Grüne Liste), dass die Verbandsgemeinde darüber nachdenkt, eher Zweibrücken dichtzumachen. Innerhalb der Fraktion sei kurz über den Gedanken gesprochen worden, „aber wir können ihm nichts abgewinnen“. Zu Kindern oder Jugendliche zu sagen, sie sollen zum Schwimmen nach Contwig fahren, käme nicht in Frage. Das Freibad gehöre zu den freiwilligen Leistungen, die erhalten werden müssen, betont Schiller. Zumal das Defizit zu den kleinsten der freiwilligen Leistungen gehöre. „Ich werde dieses Bad mit allen Krallen verteidigen.“ Auch Matthias Nunold (Linke) hält nichts von dem Vorschlag Hohns. „Wer soll ein Regionalbad bezahlen, wenn die Kommunen, die einen Beitrag dazu leisten sollen, in den kommunalen Entschuldungsfonds eintreten und dann bei den freiwilligen Leistungen gekürzt wird – dann ist dieses Bad auch dran.“ Natürlich müsse sich die Stadt Sparmöglichkeiten überlegen, „aber das Schwimmbad gehört zu Zweibrücken dazu“. FDP-Chefin Ingrid Kaiser betont, dass sie zwar nicht für eine Schließung, aber dennoch mit Hohn einer Meinung sei, „dass wir uns über das Freibad Gedanken machen müssen“. So schlägt sie eine Privatisierung vor. Schließen sollte man das Bad aber auch hinsichtlich des auf dem Campingplatz-Areal angedachten Biergartens nicht.

Eckhart Schiller sieht ganz gute Chancen für den Erhalt. Es sei ja kein neues Thema. „OB Helmut Reichling hat es vor acht Jahren bei Amtsantritt mal auf den Tisch gebracht, aber ist es nie mehr angegangen, nachdem er sozusagen die Schläge eingefangen hatte.“

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