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Macht die RAG jetzt in Windkraft statt Kohle?

Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

Sulzbach.Die RAG Montan Immobilien will an der Saar in das Geschäft mit Windkraft-Anlagen einsteigen. Das sagte gestern der Vorsitzende der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, Hans-Peter Noll, auf der Jahrespressekonferenz. „Wir wollen, wo es möglich ist, Windkrafträder selbst betreiben.“ Dabei werde man auch den Bau solcher Anlagen mit finanzieren. Und vor Ort Partner suchen, etwa Stadtwerke, die VSE oder andere. „Da sind wir offen“, so Noll. Bis zu drei Standorte habe man aktuell an der Saar ins Auge gefasst. Nähere Details wollte der Geschäftsführer noch nicht nennen. Allerdings werde man nur an solchen Standorten aktiv, die auch von der Bevölkerung akzeptiert werden. Die Vermarktung der Bergbauflächen mache inzwischen deutliche Fortschritte.

Insgesamt geht es an der Saar um 2500 Hektar Flächen, das entspricht rund 3000 Fußballfeldern. Gemeinsam mit den Entscheidern vor Ort würden jeweils passende Lösungen gesucht: von Naturschutz-Projekten bis hin zur Ansiedlung von Gewerbe. Auf letzteres setzt die RAG Montan Immobilien besonders im Fall des Bergwerks Saar. Bemerkenswert sei, dass an diesem Standort noch aktiv Bergbau betrieben wird, während gleichzeitig schon Nachfolgelösungen für die Tagesanlage und die Halde Duhamel gesucht würden.




Dies zu akzeptieren, falle vielen Bergleuten immer noch sehr schwer. Doch es werde zunehmend akzeptiert, dass tragfähige Lösungen kommen müssen, die auch in der Zeit nach 2012 Arbeitsplätze auf ehemaligen Bergbau-Flächen garantieren. Im Fall Duhamel sei beabsichtigt, unter anderem mit Hilfe von Städtebau-Fördermitteln, ein Gewerbegebiet anzusiedeln. In diesem Fall würden keine Wohnhäuser in der Nachbarschaft beeinträchtigt.

Konkret um Ansiedlungen geworben werde jedoch noch nicht, da Investoren an kurzfristigen Zusagen interessiert seien, man das Gelände jedoch noch nicht innerhalb des kommenden halben Jahres zur Verfügung stellen könne. Schon 2010 wurden rund 270.000 Quadratmeter Fläche – teilweise mit Gebäudebestand – in die Hände neuer Eigentümer übergeben. Größtes Einzelprojekt mit einem Volumen von über vier Millionen Euro ist die Sanierung und Endgestaltung der Halde Reden, die kurz vor dem Abschluss stehe.

Optimistisch zeigt sich Geschäftsführer Noll auch für die Verwendung der Gasmaschinenzentrale in Heinitz bei Neunkirchen. „Zum heutigen Zeitpunkt glaube ich, dass wir das hinbekommen.“ Am wahrscheinlichsten gilt derzeit ein Engagement vor Ort des Landesbetriebes für Straßenbau. Denkbar sei ein Salzlager.
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